Druckschrift 
2,2 (1826)
Entstehung
Seite
573
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Sauerstoffsalzc. 573

Sättigung des Cremor tartari mit Ammoniak. Es ist imWasser leichtlöslich, und verwittert an der Luft.

Zweifach weinsaures Kali mit borsaurem Am-moniak giebt eine saure gummiartige Verbindung.

Brenzlich weinsaures Ammoniak schiefst in blätt-rigen Krystallen an.

Citronsaures Ammoniak ist im Wasser leichtlös-lich und schiefst erst in Krystallen an, wenn die LösungHonigdicke erlangt hat.

Aepfelsaures Ammoniak bildet ein neutrales, zer-fliefsendes und ein saures Salz, das in der Luft unver-änderlich und in Alkohol unauflöslich ist.

Benzoesaures Ammoniak kann schwerlich völligneutral erhalten werden. Mit Ueberschufs an Alkali zer-fliefst es. Beim Abdunsten verfliegt ein Theil des Am-moniaks, und es bleibt ein saures Salz zurück, welchesleicht efflorescirt. In kaltem Wasser löst es sich langsamauf; in kochendem Wasser gelöst, schiefst es beim lang-samen Abdampfen in federartigen Krystallen, bei schnel-ler Abkühlung aber in kleinen Krystallkörnern an. So-wohl das neutrale als das saure Salz ist in Alkohol auf-löslich.

Galläpfelsaures Ammoniak ist ein im Wasserlösliches Salz, welches an der Luft braun oder grün wird.Im luftleeren Raume über Schwefelsäure trocknet es zueiner weifsgrauen Masse zusammen.

Schleimsaures Ammoniak krystallisirt in klei-nen, klaren, schwerlöslichen Prismen und ist sauer.

Brenzlichschleimsaures Ammoniak bildet beimAbdampfen der neutralen Auflösung ein saures, krystalli-sirendes Salz.

Bernsteinsaures Ammoniak ist als festes Salz inneutralem Zustande unbekannt. Das Salz, welches nachdem Abdampfen der neutralen Auflösung anschiefst, istsauer. Seine Krystalle sind in der Luft unveränderlich»Es läfst sich unverändert sublimiren. Man benutzt das-selbe bei chemischen Analysen zur Abscheidung des Eisen-oxyds von anderen Metalloxyden; es ist aber dabei zu er-