Druckschrift 
2,2 (1826)
Entstehung
Seite
524
Einzelbild herunterladen
 

524

Salze von Kalium.

zu einer schön rothen Flüssigkeit auf, woraus der Ueber-molybdänschwefel durch Chlorwasserstoffsäure gefällt wird.Bei gelindem Glühen geben sie, unter einigem Zerknistern,Wasser und eine geringe Spur von Schwefel und Schwe-felwasserstoff und werden grau glänzend. Wasser ziehtdaraus nur Schwefelkalium, welches durch Chlorwasser-stoffsäure mit weifser Farbe gefällt wird. Der unaufge-löste Theil ist graues Schwefelmolybdän, von der Formder Krystallschuppen.

Wird eine Auflösung von molybdänschwefligem Schwe-felkalium, mit Ueberschufs an Molybdänscliwefel, mit Was-ser verdünnt, und in eine Temperatur von -J- 60° bis80° gestellt, so trübt sich die dunkelbraune Auflösungdurch und durch von einer helleren, pulverigen Materie,die allmählich zu Boden sinkt. Diese Materie ist die-selbe Verbindung, gebildet durch Einwirkung der Luftund folglich ohne gleichzeitige Fällung von Schwefel-molybdän. Aufs Filter genommen und getrocknet, bildetsie eine brandgelbe zusammenhängende Masse, die auskleinen, seidenglänzenden Krystallpunkten besteht. Vonkaltem Wasser, welches sich davon blafs gelb färbt, wirddieses Salz äufserst schwierig aufgelöst, aber inj SO 0warmen Wasser löst es sich mit rother Farbe auf, unddie Auflösung setzt beim Erkalten nichts ab. Abgedampftgiebt sie eine rothe, nicht im Mindesten krystailinische,durchsichtige Masse, die von kaltem Wasser, selbst nachmehrtägiger Berührung damit, nicht aufgelöst wird, son-dern nur erweicht und sich vom Glase ablöst, sich aberbeim Erhitzen des Wassers sogleich auflöst. In dieserkrystallinischen Pulverform erhält man dieses Salz auch,wenn Molybdänüberschwefel noch feucht mit wasserstoff-schwefligem Schwefelkalium übergossen wird; im erstenAugenblick scheint etwas aufgelöst zu werden, setzt sichaber bald ab, indem die Masse allmählich zu einem brand-gelben Pulver zusammenfällt und die Flüssigkeit fast farb-los wird. Enthielt der Molybdänüberschwefel eingemeng-ten Molybdänschwefel, so wird dieser mit rother Farbeaufgelöst und bleibt in der Flüssigkeit, wodurch also diese