Scliwefelsalze.
521
genden arsenikschwefligen Salzes, welches das unterarse-nichtschweflige aus dem Auflösungswasser verdrängt, undtrocknet dann zu einer durchscheinenden rothen Masseein. Diese Auflösung ist ein basisches Salz. Auf demFilter bleibt ein dunkelbraunes, im Wasser ganz unauf-lösliches Pulver, welches zweifach unterarsenicht-schwefliges Schwefelkalium ist. Erhitzt, schmilztes leicht, giebt nichts Flüchtiges, und hinterläfst einedurchsichtige, dunkelrothe, in Wasser unlösliche Masse.Kaustisches Kali löst dasselbe mit denselben Erscheinungenwie Realgar auf.
Molybdänschwefliges Schwefelkalium. Die-ses Salz erhält man am besten auf folgende Weise: koh-lensaures Kali wird mit etwas mehr als der Menge Schwe-fels, welche zur Bildung des siebenten Schwefelkaliumserforderlich ist, so wie mit etwas Kohlenpulver, zur Zer-setzung des sich zugleich bildenden schwefelsauren Kali’s,vermischt, diesem Gemenge dann ein grofser Ueberschufsvon gepulvertem, natürlichen Schwefelmolybdän zngesetzt,hierauf in einen hessischen Tiegel gelegt, mit Kohlen-pulver bedeckt, und anfangs so gelinde erhitzt, dals einmit Schwefel übersättigtes Schwefelkalium entsteht, wozukeine Glühhitze nöthig ist. Wenn kein Schwefel mehraus den Fugen unter dem Deckel des Tiegels heraus-brennt, so verstärkt man das Feuer bis zum Glühen, undhält damit so lange an, als noch die aus dem Ofen auf-steigende Luft nach schweflichter Säure riecht. Hierbeientsteht durch den Ueberschufs an Schwefel Molybdän-schwefel, welcher aus der Verbindung den Ueberschufsan Schwefel austreibt, der den Geruch nach schweflichterSäure über dem glühenden Tiegel verursacht. Man wen-det Weifsglühhitze an und fährt damit 3 Stunden lang fort.Die erkaltete Masse ist schwarz, porös, nicht geschmol-zen, erhitzt sich gelinde mit Wasser und giebt eine tiefdunkelrothe, ganz undurchsichtige Auflösung. Sie wirdin einem cylindrischen Glas bei -f- 40 0 abgedampft, wo-bei sich dunkelrothe Krystalle bilden, die auf Fliefspapiergenommen werden. Wenn dieses die Mutterlauge einge-