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2,2 (1826)
Entstehung
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Salze von Kalium.

richtsaures Kali, welches während des Abdampfens unterheftiger Gasentwickelung zerlegt wird, wobei ein Theilchlorsaures Kali anschiefst. Dieses Gas, welches nochnicht untersucht ist, möchte wohl Sauerstoffgas sein.

Das chlorsaure Kali hat einen kühlenden, widerli-chen, unangenehmen Geschmack, fast wie der Salpeter.100 Th. Wasser lösen, nach Gay-Lussac, bei 0° Tem-peratur 3i Th., bei 15° G Th., bei 35° 12 Th., bei49° 19 Th., und bei 104° (dem Kochpunkt der gesättig-ten Auflösung) 60 Th. dieses Salzes auf. Stöfst man esstark im Mörser, so prasselt es, leuchtet und sprüht Fun-ken. In einer Glasretorte geglüht, giebt es 39,15 Procentseines Gewichts Sauerstoffgas und läfst Chlorkalium zurück.

Reibt man es im Mörser mit Schwefel zusammen, soverpufft es, entweder theilweise, oder auf einmal; nochleichter geschieht diefs durch einen Hammerschlag aufeinem Ambofse. Dieses Gemenge ist gefährlich zu ma-chen, und darf nicht unvorsichtig aufbewahrt werden,weil man gefunden hat, dafs es bisweilen ohne eine be-merkbare äufsere Ursache abbrennt.

Auch Kohle verpufft damit; es mufs aber dann an-gezündet werden. Berthollet schlug vor, dieses Salzzur Bereitung des Schiefspulvers anzuwenden, auch gabes ein unglaublich wirksames Schiefspulver; als man esaber zu einem gröfseren Versuche bereiten wollte, explo-dirte die Masse beim Zusammenstofsen und tödtete zweiMenschen.

Phosphor, mit ein wenig von diesem Salze in einPapier gewickelt, verpufft bei einem Hammerschlage miteinem starken Knalle; dabei wird oft der brennendePhosphor umher geworfen, daher der Versuch an einemOrte gemacht werden mufs, wo das Feuer keinen Schadenthun kann. Aehnliche Verpuffungen entstehen mit Zinno-ber, Schwefelkalium, Zucker, flüchtigen' Oelen u. s. w.,erfordern aber einen starken Schlag mit einem erwärmtenHammer. Statt dessen kann man auch diese Gemengedurch ein Paar Tropfen concentrirter Schwefelsäure, oderdurch Berührung mit einer, damit angefeuchteten, Glas-