Druckschrift 
2,2 (1826)
Entstehung
Seite
448
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448 Charaktere der Salze nach den Säuren.

Zusammensetzung der der Säure proportional ist. IhreFarbe ist verschieden. Mit den alkalibildenden Metallensind sie in wasserfreier Form citrongelb, mit chemisch ge-bundenem Wasser sind sie farblos oder nur gelblich. IhrGeschmack ist hepatisch und hintennach höchst ekelhaftbitter. Bei Zersetzung mit einer Säure geben sie eineneigenen hepatischen Geruch, ähnlich dem von Opermentin Leinölfirnifs. Aus den festen Salzen oder aus concen-trirten Auflösungen entwickelt sich dabei zugleich Schwe-felwasserstoffgas, was nicht sichtbarlich mit verdünntengeschieht. Diejenigen Salze, welche gebildet werden mitden Radikalen der Alkalien, der alkalischen Erden, derBeryllerde und der Yttererde, so wie mit einigen weni-gen Metallen, sind in Wasser auflöslich, die übrigen sindunauflöslich. Sie haben eine grofse Neigung, basische Salzezu bilden, welche dann meistens krystallisiren, ein Um-stand, der selten bei den neutralen statt findet. Einigederselben können mit dem elektronegativen Bestandtheileim Ueberschufs verbunden werden, aber bei Behandlungmit Wasser, werden sie damit nicht völlig übersättigt,und aufserdem hat die Concentration und Temperatur derFlüssigkeit Einfiufs darauf. Eine mit dem elektronegati-ven Schwefelmetalle im Ueberschufs gekochte Auflösung,setzt beim Erkalten eine Portion davon ab. Alkohol zer-setzt concentrirte neutrale Auflösungen dieser Salze aufdie Art, dafs ein basisches Salz gefällt und ein Salz mitder doppelten Menge Schwefelarsenik in der Flüssigkeitaufgelöst bleibt, welches durch Destillation auf die Th. II.p. 44. angeführte Weise zersetzt wird. Durch trockeneDestillation geben die neutralen Salze Schwefel und ver-wandeln sich in arsenichtschweflige. Die basischen dage-gen bleiben unverändert. Basische Salze mit alkalischemRadikal, und selbst die von Baryum, werden nicht in derWeifsglühhitze zersetzt, aber die übrigen lassen mehr oderweniger vollkommen das Schwefelarsenik fahren, mit Zu-rücklassung des basischen Schwefelmetalles. In offenemFeuer erhitzt, werden sie ziemlich leicht zersetzt und liin-terlassen die Base schwefelsauer oder blofs oxydirt, oder