Druckschrift 
2,2 (1826)
Entstehung
Seite
444
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444 Charaktere der Salze nach den Säuren.

sischen Schwefelmetallen von Kalium, Natrium und Li-thium gebildet werden, können in vor dem Zutritte derLuft verwahrten Gefäfsen geglüht werden, ohne ihrenSchwefelwasserstoff zu verlieren. Das Ammoniumsalz istflüchtig, und die übrigen werden durch Hitze zersetzt.Die Salze von Calcium und Magnesium konnten nichteinmal anders als in aufgelöster Form erhalten werden.Um ein wasserstoffschwefliges Salz von seiner Schwefel-basis zu unterscheiden, kann man nicht das Aufbrausenund die EnLwickelung von Schwefelwasserstoffgas, welchedurch Zusatz von freier Säure entsteht, als Merkmal ge-brauchen, weil sie, die Quantität ausgenommen, bei bei-den gleich sind. Die beste Probe, um zu finden, ob dasSalz ein wasserstoffschwefliges sei, ist, statt der Säure eineconcentrirte Auflösung eines neutralen Salzes, mit Zink-oxyd, Manganoxydul oder Eisenoxydul zur Basis, anzu-wenden, wobei Schwefelmetall ohne Entwickelung vonSchwefelwasserstoff von den basischen Schwefelmetallengebildet wird, aber mit Entwickelung von Schwefelwas-serstoff von ihren wasserstoffschwefligen Salzen. Was-serstoffschweflige Salze werden durch den Zutritt derLuft zersetzt. Wenn dieser sehr beschränkt ist, so wirdnur der Schwefelwasserstoff zersetzt und ein Schwefelme-tall gebildet, welches, da es von Lithium und von denRadikalen der Erden meist schwerlöslich ist, in gelbenKrystallen anschiefst. Ist dagegen der Luftzutritt freier,so oxydirt sich auch ein Theil des basischen Schwefelme-talles zu einem unterschweflichtsauren Salze, währendein andrer Theil in eine höhere Schwefelungsstufe über-geht. Diefs ist die Ursache, weshalb wasserstoffschwef-iige Salze, obgleich an sich selbst farblos, fast augen-blicklich gelb werden, wenn sie in Berührung mit derLuft kommen. Die wasserstoffschwefligen Salze werdenvon allen oxydirten Salzbasen zersetzt, indem diese vonihrem Schwefelwasserstoff zu Schwefelmetallen reducirtwerden, wobei zugleich immer eine schwächere oxydirteSalzbasis ihren Sauerstoff mit dem Schwefel einer stär-keren vertauscht, so dafs wenn wasserstoffschwefliges