Saucrstoffsalze. 435
rothen Farbe. Die verschiedenen Sättigungsgrade wie beider Essigsäure.
Cyansaure Salze werden von Wasser, und dieunauflöslichen von Säuren auf eine solche Weise zersetzt,dafs sich aus den Bestandtheilen der Säure Kohlensäureund Ammoniak bilden, ohne Spur von Cyanwasserstoff-säure.
Knallsaure Salze werden mit sehr heftiger undgefährlicher Explosion zersetzt, wenn man sie erhitzt. Siewerden von Sauerstoffsäuren mit bemerklicher Entwicke-lung von Cyanwasserstoffsäure zersetzt.
Selensaure Salze sind am leichtesten an dem Ge-ruch zu erkennen, welchen sie beim Erhitzen in der Löth-rohrflamme verbreiten. Mit scbweflichter Säure übergos-sen oder vermischt, wird daraus Selen, in der Kälte mitziegelrother und im Kochen mit schwarzgrauer Farbe, re-ducirt. In trockner Form mit Salmiak vermischt und ineinem Destillationsgefäfse erhitzt, geht, durch Ammoniakreducirtes Selen über. Mit Chlorwasserstoffsäure versetzt,geben sie mit Schwefelwasserstoffgas einen gelben Nieder-schlag, der bei gelinder Wärme zusammenbackt und imTrocknen feuerroth wird. In den sauren Salzen wird dieSäure 2 und 4 Mal verdoppelt, in den basischen sind dieMultipein der Basen noch unbekannt (siehe weiter Th. II.p. 15.).
Arseniksaure Salze erkennt man an dem Geruch,den sie vor dem Löthrohr im Reductionsfeuer verbreiten.Sie geben, mit Borsäure und Kohlenpulver in dem Endeeiner zugeschmolzenen Glasröhre zusammengeschmolzen,sublimirtes metallisches Arsenik. Das Kennzeichen, wo-durch man, wenn die Gegenwart des Arseniks gegebenist, die Arseniksäure von der arsenichten unterscheidet,ist der braune Niederschlag, welchen salpetersaures Sil-beroxyd in arseniksauren Salzen erzeugt. Uebrigens wer-den sie, wie die phosphorsauren, von Kalkwasser gefällt,und im Niederschlage entdeckt man vor dem Löthrohrdie Gegenwart des Arseniks durch den Geruch. Aus denunauflöslichen arseniksauren Salzen, welche man in Sal-