381
Hofralh. Herr, wer find Sie?
Lose. Ein Bettler — durch Ihren Vater und Sie. Einverzweifelnder Bettler; wissen Sie, was der vermag?
Hofrath. Sind Sie wahnsinnig?
Lose. Vernünftig genug, um wahnsinnig zu werden. Ver-nünftig genug zum Einsperren — aber nicht reich genug —Hofralh. Herr, hüten Sie Ihren Mund!
Lose. Und Sie Ihr Leben IHosrath. Das geht zu weit! —
-Mab. Krane. Herr Rose, um Gottes willen!
Lose. Habe ich kein Gewehr, so will ich diesen Stock alseine Keule gebrauchen, Handlanger der feilen Gerechtigkeit —
Mab. Krane (hält ihn von Gewaltthütigkelt zurück).
Hosrath. Es sind Leute mit mir gekommen — und ichhabe tlsrte blsneks. Nutzen Sie die Warnung, weil es nochZeit ist, und begeben Sie Sich weg.
Lose. Ich will mich wegbegeben; (wüthend) aber Du sollst —(innehaltkiid, dann mit Nachdruck) ich begebe mich weg I (Geht ab.)
Zehnter Austritt.
MadamDrave. Hofrath.
Mab. Krane. O mein Herr — wenn Sie jemals liebten— wenn Sie im Unglück für jemand zitterten — Vater oberSchwester — wenn Sie lieben, so fühlen Sie meine unaussprech-liche Angst, so erbarmen Sie Sich und lassen mich hin.
Hosrath. Madam, ich habe den Auftrag, Sie über etwaszu befragen. Die Mittel, Wahrheit zu finden, habe ich bei mir.