Brüter ist Bruder! So etwas alterirt jederzeit das menschlicheGemiith!
Ludwig. Ich gestehe, daß ich sehr alterirt bin.
Kanzler. Das macht Ihnen Ehrei Gott segne IhrBruderherz und bessere den verstockten Kain! Aber da sehen Siees, wie die Moralisten sind! Aeußerlich ziehen Sie mit glattenWorten den Pöbel an sich, innerlich — sind es die Lachen undPfützen des bösen Feindes. Geh, Samuel, nimm unsern wackernMann mit Dir.
(Ho fr ath und Lud wi g gehen in das Kabinct zurück.)
Kanzler. Daß Dich alle Donnerwetter, wie habe ich michgeärgert! Der Kerl muß mir fort. Ein allerhöchster Kabinets-Befehl muß ihn auf die Festung schaffen, oder ich bin verloren.
Zweiundzuianstgster Austritt.
Kanzler. Sekretär.
Kanzler. Was sagen Sie? Was meinen Sie! he?Sekretär. Ich bin noch nicht entschieden.
Kanzler. Solche Leute kann ich nicht brauchen.
Sekretär. Die Sache scheint bedenklich.
Kanzler. Der Kerl muß auf die Festung.
Sekretär. Wenn damit nur geholfen ist.
Kanzler. Dort mag er den Gefangenwärter aufklären.Sekretär. Das wäre vielleicht am allerschlimmsten.Kanzler. Was ist das? Will man witzig werden? Daslasse man bleiben.
Zekrciär. Unsre Lage ist durchaus schlimm, Herr Kanzler