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Kräfte reichen nicht zu, einen Gran von dieser Macht zu nehmen —ein Gran ist zu viel, um Ihn zu verderben. Will Er reuigbitten und Verschwiegenheit schwören — so eile Er — reise Erans dem Lande, und es sey vergessen.
Philipp. — Neinl
La »zier. Du, der Du mir eine halbe Stunde Bedenkzeitgabst, willst Du das? oder willst Du zum letztenmal das Tages-licht gesehen haben?
Philipp. Verbannen und Fesseln Hilst Dir nichtsI —Dein geschworner Widersacher lebt überall. Morden mußt D»mich, und dazu bist Du zu feig. — Gott wägt Dich und mich,bricht Kerker und Ketten; Dein Ziel ist gesteckt; darüber hinauskannst Du nicht!
Kanzler (mit Ingrimm). Wurm i ich habe Dich in meinerHand — ob ich Dich zerdrücken oder kriechen lasten will —wen kümmert'«? wer verantwortet es? — Jchl die Seele derMacht, die Hand des Fürsten I was bleibt Dir übrig? —Staub I
Philipp mit Größe). Mein Herz I
Kanzler. Nun so geh — kriech in die Bande, harredort eines Rächers — indeß Dein weiserer Bruder hier überDich lacht.
Philipp. Mein Bruder? — Ha, vielleicht jetzt I —Ludwig I Ludwig I tWill auf die Thür zu.) Ludwig, hörst Du
mich nicht?
Kanzler (schließt die Thür ab). Rasender Mensch !
Philipp. Ludwig I Ludwig! ich schreie die Stimme desBlut« in Dir aus! zu Hülfe! zu Hülfe!
Kanzler (klingelt). Hallet ihn zurück!
Ludwig (von innen). Laßt mich heraus!
Philipp. Ludwig I zum letztenmal!