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Sekretär. Ihr Herr Bruder läßt sich melden.
Ludwig. Mein Bruder?
Hos.rath. Ei der Tausend I
Sekretär. Meldet sich, wollt' ich sagen; denn er ist selbstunten im Zimmer. (Zum Hofrath.) Wollen Sie aufragen, ob esgelegen ist?
Hosrath. Ja, jaI — Ei der Tausend! (Schnell ab.)
Ludwig. Meiu Bruder? hier? — hier im Hause? — daskann ich nicht begreifen.
Sekretär. Ich gestehe, daß cg mich befremdet; neugierigbin ich indeß auf ihn — Ich habe ihn noch niemals gesprochen.
Hosrath (zurückkommend). Wird angenommen.
Ludwig. So?
Sekretär (klingelt).
Jakob (kommt).
Sekretär (zu Jakob). Viel Ehre!
Jakob (ab).
Ludwig. Ha — da möcht' ich mich doch wohl hier nichttreffen lasten — denn — dem Himmel sey Dankl wir haben unsheute erst gezankt.
Sekretär. So?
Ludwig. Wir denken über gewisse Dinge so verschieden, alsTag und Nacht. Da kommen wir gewöhnlich, um diese nicht zuberühren, mit Formalität zusammen, und gehen mit Kälte wiederauseinander.
Hosrath. So geh indeß zu meinem Vater. Sie, HerrSekretär, werden so gut seyn, ihn etwas zu unterhalten. MeinVater hält seinen Besuch für eine Jntercessivusvisttc; wenn wirnun Zeit gewinnen, so ist in der Sache bereits das Gehörigegethan.