Sekretär. Die Obervormunbschaft lann und darf sich nurauf.Gewißheiten einlassen. Da« Schicksal eines Kaufmanns istungewiß.
Lrave. Also wollen Sie versiegeln lasten?
Sekretär. Wenn Sie keine Zahlung oder der ähnlicheSicherheit leisten können —
Lrave. Das kann ich nicht.
Sekretär. So muß ich, obwohl mit zerrissenem Herzen —
Lrave. Ach mein Herr, Ihr Herz halte ich für unverletzbar.
Sekretär. Das will ich nicht verstanden haben. Den Un-glücklichen muß man jeden Ausfall Nachsehen, in welchen sie Er-leichterung zu finden meinen.
Lrave. Sie find ja unerhört menschlich I
Sekretär. Wir achten es für unsre Pflicht, die Härte einesSchicksals, das wir nicht hemmen dürfen, durch die Art der Be-handlung zu mildern.
Lrave. Glauben Sie mir, daß diese Unterredung, dieserHohn, in Gestalt des Mitleidens, das Sie zu Ihrer Sicherheit,wegen der Meinung der Menschen, für nöthig finden, mich mehrschmerzt, als mein Fall, der Ihre« Gebieters Werk und Plan ist.
Sekretär. Auch diese Lästerung will ich ignoriren. Nun-mehr aber muß zur Sicherheit versiegelt werben. Haben Sie nochetwas zu sagen?
Lrave. Jal
Sekretär. Nun?
Lrave. Die Geschichte meiner Vormundschast ist ein merk-würdiger Beitrag, wie weit der Undank der Menschen gehen kann!Ich werde sie bekannt machen, und die Schnelligkeit Ihrer Justiz