Druckschrift 
10 (1860) Hausfrieden [u.a.] Elise von Valberg
Entstehung
Seite
285
Einzelbild herunterladen
 

285

Philipp (freudig). Gewiß? (Kleine Pause.) Meine Glück-seligkeit ist auf wenige Punkte ganz hiugegeben. Meine Umstände»erstatten mir, für andre manches zu thun. Ich habe einenFreund, wir genießen die Freuden des Leben», wir theilen unsreschmerzlichen Gefühle Alles diese» aber gewinnt jetzt einen er-höhten Reiz durch die Freuden der Liebe.

Mad. Dräne. Sie lieben?

Philipp. Ja.

Auguste. Lieben Sie glücklich, guter Mann?

Philipp. Ich weiß e» nicht Vergrößern kann sichmeine Liebe zu dem edlen Geschöpfe, aber nie vermindern(einen Schritt näher, mit niedergeschlagenem Blick und sanfter zitternderStimme) Auguste, ich liebe Sie.i Auguste. Wie?jMad. Dräne. Meine Tochter?

Philipp (in unveränderter Stellung, in eben dem Ton, aberdringender). Machen Sie mich glücklich! Sie können es l

Auguste. O da» ist zu viell Guter Gott! das istzu viell

Philipp (ihr Hand hastig ergreifend, mit zärtlicher Stimme).Reden Sie ich schwärme nicht (Mit hoher Rührung.) Aberich bin jetzt in gewaltiger Bewegung enden Sie sanft,Auguste l

-Auguste. Gott! (Heftig an ihre Mutter gelehnt, Brook hat! noch immer ihre Hand.) O Meine Mutter!rMaö. Dräne. Wie soll ich

Auguste (gewaltsam). Ich liebe Ihren Bruder!

Philipp (erschüttert). Auch nicht I (Mit einem Blick hinauf.)Auch da» nicht? (Läßt ihre Hand fahren und geht.) Sehn Sicglücklich I