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Stahl. Die Weiber kenne ich.
Hofrath. Nein.
Stahl. O lieber Bruder, wir vergeben nichts, ans der Weitnichts. Wenn es scheint, so ist es List, um mehr zu erfahren.
Hofrath. O der Engelsgüte, die Du nicht kennst!
Stahl. Ja, dn schöne Güte! Engel sind wir alle. VerlaßDich darauf, wir find feurige Engel. Vergeben wir, so ist eS List,oder wir machen uns nicht» mehr aus dem Beleidiger, und wollenProfit aus der Vergebung ziehen.
Hosrath. Bocksfüße hast Du, Hörner, Krallen, glühendeAugen, und —
Stahl. Sie ist unschuldig. Du taugst nichts. Darum hatsie den noblen Hauptmann zum Scelentrost. Darum vergibt sieDir. Thu ihn weg, so weißt Du doch, daß Du nicht mehr aus-gelacht wirst.
Hosrath. Wer lacht mich aus?
Stahl (lacht).
Hosrath. Wo? wie? warum? von wem bin ich aus-gelackt ?
Stahl. Davon (lacht, wäre nun gar zu viel zu reden. Aufder letzten Station — auch in meinem Orte — und hier — dieKinder aus der Gaffe —
Hosrath. Fahr aus, Du unsauberer Geist!
Stahl. Nein, er ist eingefahren, in Dich I Und da» ist gut;so geben Dir die Augen auf, so besserst Du Deinen Wandel, ehees — noch weiter kommt.
Hosrath. Weißt Du, was Du bewirkt hast? Gleich willich hingehen und meiner Frau ein allerliebstes Präsent kaufen, zurBuße, daß ich Dich angehört habe.
Zffland, tbratral. Werke. X. 12