Ämtshauptmauu. Er wird immer wie ein Mann vonEhre handeln, und Euer Durchlaucht werden ihn darum achten.
Fürst. Ich leide nicht, daß man mich brüskirt.
Amts haupt mann. Was ich darauf antworten müßte —darf ich es meinem Fürsten nicht ohne Zeugen sagen?
Fürst. Sagen Sie, was Ihnen nöthig dünkt, gleich jetzt,wie wir hier sind.
ÄiitlshauPlmauu. Bor diesem Zeugen?
Fürst. Immerhin.
Ämtsh aup Imaun (nach einer Pause). Gnädigster Herr, ichhoffe, Ihr Herz wird noch einen andern Augenblick für mich finden.(Er verbeugt sich und will gehen.)
Fürst. Sie mißbrauchen meine Geduld —
v. küleu. Wenn Eure Durchlaucht gnädigst erlauben, ent-ferne ich mich lieber —
Fürst. Nein! Sie bleiben da.
v. Lülen (empfindlich). Nachdem der Herr Amtshauptmannso deutlich dargethan hat, daß ich nicht die Ehre haben kann, aufseine gute Meinung von mir Anspruch zu machen —
Fürst izu Valbcrg). Ich werde nie zugcben, daß man dieLeute kränke, welche ich meiner Theilnahme Werth achte.
Ämtshauptmanil. So muffen Euer Durchlaucht IhrerTheilnahme mich denn nie Werth geachtet haben.
Fürst. Es ist nicht zur Unzeit, wenn ich Ihnen sage, seit-dem wir von einander sind, habe ich Menschen mehr in derNähe kennen gelernt, und allmählig weiß ich das Wahre vomFalschen zu unterscheiden.
Ämtshauptmauu. Ich glaube nicht, daß Euer Durchlauchtdas sagen, um mir weh zu thun.
Fürst. Die Anwendung nach den Umständen überlaffe ichIhnen. Sie find übrigens Ihres Arrestes entlasten.