Druckschrift 
10 (1860) Hausfrieden [u.a.] Elise von Valberg
Entstehung
Seite
49
Einzelbild herunterladen
 

v. Lülcn. Sie haben nicht gespeiset.

Fürst. So?

v. Knien. Die gnädigste Fürstin sind doch ungemein vomVolke geliebt. Jedermann bleibt stehen und sieht Ihnen nach.Ich bin sehr besorgt, daß die Luft, die heute sehr rauh ist, ihruicht etwa schade. Sie haben ohnehin ganz rothgeweinle Augen.

Fürst. Und so zeigt sie sich?

». Aüleu. Wirklich haben einige, alte Leute von der Bürger-schaft, die Jhro Durchdacht begegnet sind, sich der Thräne» nichterwehren können.

Fürst (schellt,.

Schmidt (kommt).

Fürst. Vorfahren. Meine Gemahlin führt nach Sophienthal.

Schmidt (gehl ab).

Fürst. Eine verdammte Geschichte! Das Aufsehen, das siemacht, wird wahrscheinlich genug verhindern, daß ich jemals zudem Besitz des Mädchens komme.

l>. Lülcn. Und es stand alles so trefflich.

Fürst. Wie viele Opfer Hab' ich nicht gebracht, ihrer gewißzu werven I Sticht mit ihr gesprochen, um das Wohlwollen, bassie für mich hat, unbefangen zu erhalten I Ein Äugeublick später,und der Engel sühlle alles für mich, was ich so ganz für siesühle i O es gibt kein gutmüthigeres, sanfteres Geschöpf unterder Sonne.

n. Lülcn. Und der Bruder

Fürst. Ja der Bruder da liegt nun die Unmöglichkeit.

v. Lülcn. Ich kenne ihn uicht genug ist er aber viel-leicht den neuern Meinungen von Freiheit und Naturrecht zugethanJffland, thcatral. Werke. X.

4