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10 (1860) Hausfrieden [u.a.] Elise von Valberg
Entstehung
Seite
42
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ÄINts Haupt mann. Mädchen Du bist mir von einertheueni Mutter anbefohten. Da« Blut, das hier kocht, fließtmild zu Deinem Herzen ich liebe Dich unaussprechlich lWenn wenn Du jemals die Reinheit Deiner Seele verlörest!Wenn

Fr. v. Va liierg. Ach Gott, nein! Sieh, August wennich einen Abend nicht to mit großem freiem Auge in den Mondsehen könnte, wie den vorigen ich möchte nicht mehr leben.Er leuchtet meinem August auf seine freundliche Stirne, denke ichdann, er leuchtet über meiner frommen Eltern Grab leuchteimmer so aus mich herab, wie ich meines Herzens geheimsten Ge-danken in Deinem Schimmer denken bars.

Amtshauptiiiann (umarmt sie). O Du bist noch dasbeste Geschöpf auf Erden! Wenn Du es nicht bleiben solltest?Ich hänge mit ganzer Seele an Dir, aber eher könnte ich Dichtodt im Sarge sehn, als verdorbenen Herzens.

Fr. v. Valberg (in Betrachtung). Du betest, daß ich sterben

soll? August nun kann ich nicht mehr froh seyn, wenn ich

Deinen Namen nennen höre. (Wehmüthlg.) Wenn nun ein Schrittdem Deinen, ein Laut Deiner Stimme gleicht so seufze ich,

und denke er will mich ja unter die Erde haben! Ach,

August

Amts Haupt manu (fest). Elise! Wenn Du die Welt,den Hof, das Herz des Menschen kenntest Du Engel der Un-schuld würdest Dich todt an die Seite Deiner Mutter wünschen.

Fr. v. Val derg. Ich will ja allen wohl, warum sollte ichvon der Erde weg seyn? Nein, Bruder, ich bleibe gut, unddanke Gott, daß ich lebe. (Sanft.) Laß es Dir auch lieb seyn. Neulich sagte die Tante einmal: Es wäre gewiß, daß Dureicher wärest, wenn ich nur nicht noch geboren wäre.