ÄINts Haupt mann. Mädchen Du bist mir von einertheueni Mutter anbefohten. — Da« Blut, das hier kocht, fließtmild zu Deinem Herzen — ich liebe Dich unaussprechlich l —Wenn — wenn Du jemals die Reinheit Deiner Seele verlörest!Wenn —
Fr. v. Va liierg. Ach Gott, nein! Sieh, August — wennich einen Abend nicht to mit großem freiem Auge in den Mondsehen könnte, wie den vorigen — ich möchte nicht mehr leben. —Er leuchtet meinem August auf seine freundliche Stirne, denke ichdann, er leuchtet über meiner frommen Eltern Grab — leuchteimmer so aus mich herab, wie ich meines Herzens geheimsten Ge-danken in Deinem Schimmer denken bars.
Amtshauptiiiann (umarmt sie). O Du bist noch dasbeste Geschöpf auf Erden! Wenn Du es nicht bleiben solltest?Ich hänge mit ganzer Seele an Dir, aber eher könnte ich Dichtodt im Sarge sehn, als verdorbenen Herzens.
Fr. v. Valberg (in Betrachtung). Du betest, daß ich sterben
soll? August — nun kann ich nicht mehr froh seyn, wenn ich
Deinen Namen nennen höre. (Wehmüthlg.) Wenn nun ein Schrittdem Deinen, ein Laut Deiner Stimme gleicht — so seufze ich,
und denke — er will mich ja unter die Erde haben! — Ach,
August —
Amts Haupt manu (fest). Elise! — Wenn Du die Welt,den Hof, das Herz des Menschen kenntest — Du — Engel der Un-schuld — würdest Dich todt an die Seite Deiner Mutter wünschen.
Fr. v. Val derg. Ich will ja allen wohl, warum sollte ichvon der Erde weg seyn? Nein, Bruder, ich bleibe gut, unddanke Gott, daß ich lebe. (Sanft.) Laß es Dir auch lieb seyn.— Neulich sagte die Tante einmal: — Es wäre gewiß, daß Dureicher wärest, wenn ich nur nicht noch geboren wäre.