Fr. v. Valberg. Der Fürst? Nun — darum bin ich demFürsten in der Seele gut.
v. Wittiug. Sind Sie?
Fr. l>. Valbcrg. Er ist recht gut — der Fürst.
v. Witt Ing. — Ja.
Fr. v. Valbcrg. Ist ec nicht meines Bruders Zögling?
— Gestern — denken Sie — war eine rechte arme Frau krankunter meinem Fenster — todkrank I Eben wollte ich Sie hereinbringen lasten. — Er ritt vorüber, der Page wollte ihr Geld hin-werfen — „Nicht doch," sprach er — „versorgt muß sie seynl"Gleich mußte der Page hinab reiten zum Bürgermeister, und dieFrau ist nun gemächlich versorgt. Wie er wieder vorbei ritt,der Fürst -
v. Willing Waren Sie am Fenster? —
Fr. v. Valbcrg. Ja. — So mußte ich weinen, daß erso gut ist — vor Freude mußte ich weinen l — Sie — Sie freuenSich nicht?
v. Wittiug. Der Fürst hat gestern eine arme Frau ge-mächlich versorgt; und gestern — am nämlichen Tage, hat er dieOrdre unterzeichnet, ein neues Regimeut zu werben. Das Landist von Arbeitern entblößt — die Felder liegen brach — da mußwohl manche alte Mutter ihren Nacken beugen und ungemächlicharbeiten — während ihr Sohn unter den Schloßfenstern paradirt.
— Das ist groß im Kleinen und klein im Großen gehandelt
Fr. v. valbcrg (geht umher, und sagt dann übellaunig) Siesind ja auch Offizier.
v. Wittiug. Sie werden bitter in der Vertheidigung desLandesherrn? Eine sehr treue UnlerthantuI —
Fr. v. Valbcrg. Die bin ich, so wie mein Vater demvorigen Fürsten.