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Graf. Sie haben Recht zu fragen — der Unglücklichen gibtes hier mehrere — inbeß meine ich den Hauptmann Thurneisen.
Major (erstaunt). Lieber Herr Graf! wie ist das möglich?
Gras. Thun Sie nichts um seinetwillen — um desFräuleins willen wagen Sie alles.
Major. Glauben Sie mir, wenn bei der jetzigen Lage derDinge so ein ungeheures Vergehen nicht bestraft würde: so —
Gras. Bestraft muß es, soll es werden. Retten Sie nursein Leben. Von der Zukunft läßt sich dann manches hoffen —
Major. Das ist ein fruchtloses Unternehmen.
Gras. Wahrlich, wir beiden müssen alles für ihn wagen.Alles was Muth und Scharfsinn nur eingeben.
Major. Wir beiden?
Graf. Wir find die Beleidigten.
Major. O was mich anlangt, so habe ich —
Gras. ES ist unter der Menschenwürde, an dem Ge-fallenen sich zu vergreifen — doch lasten wir das. — Wirretten dem Vater die Tochter, wenn wir Thurneisen beim Lebenerhalten.
Major (mlt Achselzucken). Der Herr General sind sehraufgebracht.
Gras. Sie können ihn besänftigen.
Major (höflich). Ich bitte unterthänig, wer vermöchte mehrüber ihn, als der Herr Graf?
Gras. Nichts in Dienstsachen. Ucberhaupt in dieserSache nichts. Je mehr Antheil er an mir nimmt, je mehr meineFürbitte mir in seinen Augen Werth beilegen kann, je mehrmüßte mein Antheil den Zorn gegen Thurneisen reizen.
Major. Aufrichtig, Herr Graf, Sie thun am besten, wennSie die Sache ganz gehen lasten.
Gr as (heftig). Wie?