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v. Thnrnrisen. Mädchen! Tochter eine» Helden — meinerster Eid bindet mich an das Vaterland und die Ehre! Liebe ohneEhre — Ruhe in Schande. — Kannst Du das zu sehn denken?Kannst Du mein Bild am Schandpfahl Dir denken? MeinenNamen geächtet, einen Gegenstand der Verachtung, am Fuße derAlpen, wie hier — Kannst Du das Dir denken? Deinen Vaterdenken, wenn er vor allen Offizieren erklären muß — daß seineTochter mit einem Niederträchtigen-ich kann nicht mehr da-
von reden! Sophie, ich liebe Dich über alles — mein Hierseynbeweist es — sage mir wie ich mit meinem Tode Deine Ruheerkaufen kann, ich will es — aber eine Schandthat kann ich nichtbegehen.
Sophie. O Gott — Gott! Ich bin verloren.
v. Thurn eisen. Ich will Deinen Vater männlich an-reden —
Sophie. Vergebens —
v. Th urn eisen. Ich will den Grafen —
Sophie. Der Graf thut alles für uns. Er vermagnichts gegen den festen Willen meines Vaters, der mich mit demGrafen verlobte und nun sein ganzes Gtück nur in dieser Her-rath steht
v. Thurnriseu. Und in acht Stunden schon — Ja, esist schrecklich! in acht Stunden!
Sophie. Du willst mich nicht retten? Dein Auge umwölktsich — Du weinst — Kannst Du mich nicht retten? Lieber Albert— kannst Du nicht?
v. Thnru eisen. Sey barmherzig — eine Schandthat kannich nicht begehen!
Sophie. Nun — so vergib, daß ich — sey nicht böse. —Ich verstehe die Sachen nicht so — ich weiß nicht, was Du wagendürstest. Sey nicht böse — hörst Du!
Jffland, theatral Werke. VUI.
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