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8 (1860) Erinnerung [u.a.] Die Advokaten
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von Ehre-sagen Sie mir, was bedeuten diese beständigen

Thränen, womit mir Sophie antwortet, wenn ich mich erschöpfe,ihr die Herzlichkeit zu beweisen, womit ich sie liebe I

Mad. Lcrg. Lieber Himmel! Was das Fräulein jetztist ist weder mein Werk noch mein Wille. Sie liest ohneAuswahl; die Bücher haben sie ein wenig verschroben.

Graf. Erst seit drei Monaten ist sie geändert.

Mal». Lcrg. Sie war vorher kränklich.

Graf. Sie ist es nicht mehr.

Mab. Lcrg. So eine Verstimmung

Graf. Sie liebt mich nicht.

Mad. Lcrg. Herr Graf!

Graf. Sie liebt einen andern.

MaL Lcrg. Nach den zärtlichsten Betheuerungen

Graf. Die sind aus friihern Zeiten. Seit einiger Zeit seheich mir Thränen; Seufzer find ihre Antworten, und eben derKampf zwischen Redlichkeit und bösem Gewissen, der manchmalnoch mir ein wehmülhiges Wort von ihr verschafft, ist Beweis,daß sie mich nicht mehr liebt.

Ma) Lcrg. Wie innig erkennt sie das Opfer, daß Sieaus Liebe für sie sich hleher in die Gefahr begaben und mit unsauehalten.

Graf. Ich frage Sie auf Ihr Gewissen, liebt Sophieeinen andern? Ich frage Sie, so wahr Sie ruhig zu sterbenwünschen, so gewiß Sie nicht die Verantwortung meines Unglücksund Sophiens Verzweiflung mit in jene Welt hinübernehmen wollen wissen Sie gewiß, baß Sophie keinen andern liebt daß sienur mich allein liebt! Antworten Sie mir, ehrliche Frau!

Mad. Lcrg. Ihre Frage Herr Graf Ihre Frage istso feierlich daß Sie bei der besten Sache von der Welt