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Dritter Auftritt.
Doktor Nado. Henriette.
Voktor. Ich finde Sie in einem Selbstgespräch —Henriette. Das widerfährt den lebhaften Leuten wohl.Voktor. Wenn Sie keinen Vertrauten haben —Henriette. Achl ich habe nichts zu vertrauen. Ich habekein Geheimniß. Von Vater, Mutter, Bruder und Oldenfelden —kann ich mit jedermann sprechen. Das haben Sie erfahren.
voklor. ES ist mir immer eine Erholung und mehr noch— es ist mir Erhebung, in der Unschuld und Kraft Ihrer SeeleSie von allen diesen geliebten Menschen reden zu hören.
Hcurlclic (reicht ihm die Hand). Ich danke Ihnen. (Doktorküsst sie.) Warum, lieber Herr Doktor, hastet Ihr Blick so langeaus mir? Sie sind schwermüthig und feierlich,vokior. Ich bin es.
Henriette. Reden Sie — lassen Sie uns Ihre Trauerwegphilosophiren. Wer siir die Menschheit so viel ist als Sie —Arzt — siir Seele und Körper, bei dem darf der vernichtende Rostder Schwermuth nicht ansetzen.
voktor. Ich bin bekannt mit den Verwüstungen, die derTod anrichtet. Aber —
Henriette. Sie haben ihn in so manchem Kampfe über-wunden, so manche Beute ihm entrissen —
voklor. Wenn Unglück das Herz zerreißt — unüberwind-licher Schmerz an der innern Lebenskraft nagt — dann kannmeine Kunst sür die Erhaltung der Menschen fast nichts mehrwirken.
Henriette. Nun — so wird doch der milde Zuspruch des