Sklling. Ach, mein Bester! Er wüthet nicht gegen denGeheimerath, sondern gegen Sie und mich. Ich zittre an Armund Beinen.
Hosrath. Und ich am Kopfe!
Selling. Auch, auch.
Hosrath. Der Kerl hat bestechen wollen, fällt also inschwere Strafe.
Selling. Er ist ja ein Fremder.
Hosrath. Lasten Sie ihn arretireu, so kann er nichtsmehr thun.
Selling. Aber immer noch viel reden.
Hosrath. Ist meine Sache; lasten Sie ihn arretireu.
Selling. Aber das hohe Ministerium —
Hofrath. Ist weit von dieser isolirten Grafschaft und ihrerDireklion, die ja immer stillschweigend in meiner Hand war. Erwird arretirt.
Selling. Sehr wohl. Aber dann habe ich noch —
Hofrath. Was noch? Zur Sache.
Selling. Eine Herzensangelegenheit. Ich höre, der Ge-heimerath dankt ab — zieht vielleicht ganz von hier fort. Ichhabe nicht wohl anders gekonnt, als seiner Schwester heute Morgennamhafte Präsente zu machen — die starken Auslagen, die aber janun, wenn er hier nichts mehr zu sagen hat, hinaus geworfen sind,sollte mir der Geheimerath doch ersetzen.
Hosrath. Die Präsente sind Ihnen ja zurückgegeben,meine ich.
Selling. Unversehrt, ja. Aber die Auslage macht viel.Ich verliere, wenn ich die Sachen sitzt verkaufe. Könnten Sienicht durch Ihre Autorität machen, daß er die Sachen gegen denEinkaufspreis zurücknähme, so —
Hofrath. Nein. Meine Autorität brauche ich bester.