wäre es der Mühe Werth. Aber so — wenn ich mich freuenmöchte, über alle die schönen Plane, und wie sie mir mein Lebenlang gelungen sind, so habe ich Dein moralisches Wesen mir gegen-über, und dann möchte ich lieber alles einer Taxus-Pyramide imGarten erzählen, als Dir.
Modem. Rrißman«. Ach Gottl
Hofrath. Und für wen ist es denn am Ende, als fürDich? Wenn ich todt bin, kannst Du ja dem Bettelvolk hier inder ganzen Grafschaft Pensionen geben, und mit Geldsäcken in dieHütten ans dem Gebirge reisen, und die alten Thaler wie Kiesel-steine hinaus werfen.
Modem. Ucißmanu. Geben Sie mir nur Unterhalt,stellen Sie den Brünnigischen Kindern ihr Erbtheil zurück, und ichwill Ihnen knieend danken.
Hofrath. Ja? Ei nun, wenn ich Dir das Testament unddie Obligationen gäbe, es unter die Bälge zu vertheilcn, das gäbeso einen Almanachs-Artikel. Tausend Sapperment! Ich glaube,wenn Du zu seiner Zeit meine ganze Erbschaft einstreichen wirst,Du läßt Deinem Vater nicht einmal ein Monument davon setzen?
Modem. Ucißmann. Die weinenden Genien dazu lastenSie in Brünnigs Kindern leider lebendig zurück.
Hosrath. Undankbare Kreatur, ist das der Lohn für meinebaare Vaterliebe? Weßhalb habe ich denn den Herrn Landrathzum Geheimerath gezimmert, als um der Erbschaft willen? Werkriegt sie als Du und er?