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Hosrath. Ja. Mir Genugthunng zu geben, oder sie zurWittwe zu machen.
kamst ein. Lestenfeld!
Hofrath. Du hast die Referenbärstelle um meinetwillenausgeschlagen, das hat mich entwaffnet. Berg hat in demselbenAugenblicke klein gehandelt — das hat mich weich gemacht. Dennich gedachte der Zeiten, wo Du gut und offen und bieder wärest,wo ich unglücklich war und Dich hatte! Jetzt habe ich niemand!— Herzensdürftigkeit führte mich zu Dir. Du bist gekommen, ichsehe Dich, höre Deine Stimme — jetzt glaube ich, die Leidenschaftwar mehr als Du — und bitte Dich, gib mir Gelegenheit, Dirzu verzeihen.
kam st ein. Sollte ich Dich in dem Traume —
Hofrath. Zwischen uns liegt ein Verbrechen — laß uns
das vergessen. Ich will lieber den Rath aus Deinem Herzen
hören, als aus dem Kopfe der andern — Denn — ehe Dumich hintergangen hast, hast Du mich sehr geliebt — Nun
liebt mich niemand! Mein Knabe wimmert, das bricht mir
das Herz! Rede noch einmal ehrlich mit mir, guter Ramfiein.Rede, wie soll ich mein Weib versorgen? denn ich will sie nichtWiedersehen.
Kamstcin. Wo soll ich anfangen? Du —
Hosrath. Bei dem, was Du am stärksten fühlst —
Kamstetn. Du bist sehr unglücklich!
Hofrath. Das ist sehr wahr!
Kam stein. Eine Reihe von üblen Planen, Trugschlüffen,leichtsinnigen Erwartungen haben Dich Dir selbst sremd gemacht.
Hosrath. Deine Meinung — mehr als ich fordre, ziemtDir nicht, mir zu gebeu.
kamstetu. Und mein Anblick hätte Dich doch weich gemacht?