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7 (1859) Frauenstand Die Höhen
Entstehung
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Lerg. Aus Deinem Munde? Ei wer bin ich ichdenn so mit einem Male geworden?

Hosrath. Du bist was Du wärest. Ich bin andersgeworden. tEr seufzt.)

Lerg. Das zeigst Du.

Hosrath. Unglücklich! Habe alle die Menschen verloren,die sanft zu meinem Herzen sprachen, das mir jetzt viel sagtviel vorwirft I

Lerg (kalt). Sind sie Dir unentbehrlich wohl so vergißund wirf Dich in ihre Arme

Hosrath. Berg!

Lerg. Heroisch wäre das nun freilich nicht, allein behaglich,und eben deßhalb ganz vernünftig.

Hosrath. Ja, ich bekenne, daß mir die Form von Ram-steinS Freundschaft jetzt wohlthuend wäre.

Scrg. Da gäbe es eine Thränensluth, Verzeihung, dannVersöhnung, und einen Wonnetaumel in der Kinderstube. O desWeiberlebens I Dein Gram ist verlachenswerth. Spotte DeinerThränen selbst, lache sie weg, liebe nicht und Haffe nicht, so ge-nießest Du Dein Leben.

Hosrath. Umsonst! Die Worte hasten jetzt nicht mehr.Ich bin in einer Lage, die Du nicht begreifst. Vergeben darf ichnicht, und zürnen -- kann ich nicht.

Lerg. Du bist mit Leiden nie bekannt gewesen

Hosrath. Ich war es. Da war aber auch noch Kraft inmir und Selbstgefühl. Berg mein innerer Gehalt muß we-Niger geworden sehn, denn die Verbrecher, Ramstein und meinWeib, scheinen mir beneidenswerth. Berg in diesem Augen-blicke gäbe ich die ganze Saat und Ernte Deines Systems füreine gute Stunde zwischen Weib und Freund in meiner Kinder-stube willig hin.