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Lerg. Aus Deinem Munde? — Ei wer bin ich — ichdenn so mit einem Male geworden?
Hosrath. Du bist — was Du wärest. Ich bin andersgeworden. tEr seufzt.)
Lerg. Das zeigst Du.
Hosrath. Unglücklich! — Habe alle die Menschen verloren,die sanft zu meinem Herzen sprachen, das mir jetzt viel sagt —viel vorwirft I
Lerg (kalt). Sind sie Dir unentbehrlich — wohl so vergißund wirf Dich in ihre Arme —
Hosrath. Berg!
Lerg. Heroisch wäre das nun freilich nicht, allein behaglich,und eben deßhalb ganz vernünftig.
Hosrath. Ja, ich bekenne, daß mir die Form von Ram-steinS Freundschaft jetzt wohlthuend wäre.
Scrg. Da gäbe es eine Thränensluth, Verzeihung, dannVersöhnung, und einen Wonnetaumel in der Kinderstube. O desWeiberlebens I Dein Gram ist verlachenswerth. Spotte DeinerThränen selbst, lache sie weg, liebe nicht und Haffe nicht, so ge-nießest Du Dein Leben.
Hosrath. Umsonst! Die Worte hasten jetzt nicht mehr.Ich bin in einer Lage, die Du nicht begreifst. Vergeben darf ichnicht, und zürnen -- kann ich nicht.
Lerg. Du bist mit Leiden nie bekannt gewesen —
Hosrath. Ich war es. Da war aber auch noch Kraft inmir und Selbstgefühl. Berg — mein innerer Gehalt muß we-Niger geworden sehn, denn die Verbrecher, Ramstein und meinWeib, scheinen mir beneidenswerth. Berg — in diesem Augen-blicke gäbe ich die ganze Saat und Ernte Deines Systems — füreine gute Stunde zwischen Weib und Freund in meiner Kinder-stube willig hin.