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Hofräthin (umfaßt ihn). Soll ans diesem Augenblicke basElend unseres Lebens werden — sollen zwei gute Menschen sichdas Leben vergiften? — O denk Deines Schwures — öffne, lies l(Sil dringt ihm den Brief auf)
Hofra> h. Sophie — (Er legt den Brief auf den Tisch.) Ge-recht bin ich! (Er geht, an der Thüre begegnet ihm Rath Berg.)
Neunter Auftritt.
Rath Berg. Mamsell Nauning. vorige.
Nanu Ing. Nun — da oben wartet alles. Die Lichterflammen, der Thee dampft, und Herr und Frau vom Hause sindhier tste a töte. (Pause.)
Lcrg. Was ist Dir, Listenfeld? (Pause.)
Hofräthin. Darf ich Sie bitten, mir den Brief dort zugeben, Herr Rath —
Lcrg (bringt ihn, und geht an seine Stelle zurück).
Hofräthin. Mamsell — ich ersuche Sie, diesen Brief zuöffnen, und laut vorzulesen.
KauHing (öffnet und liest): „Ich bin außer mir. Ich darfvorderhand Ihr Haus nicht mehr besuchen. Listenfeld ist ineiner Stimmung, die ich bedaure, wenn er gleich sie verdient.Er ist gut, und wird endlich wieder der Vorige werden. Listenfeldwar nicht ohne Argwohn; ich ziehe mich zurück. Die bewußteVerbindung unter uns muß aufhören, glauben Sie mir. Siesollen noch heute alle Papiere empfangen. Es ist bester so. DasGeheimniß konnte nicht länger bleiben. Mein Gelübde halte ich