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Hosrath. Wie kann sie das? — Sie frappiren mich!Ihre Kapitale stehen unangegriffen. Wovon hat sie —
NanuIng. Von Ersparnissen — natürlich! Allein dieLiebe ist unendlich. Wer gut ist, will edel seyn. So könnteimmer aus Liebe für Sie am Ende Verbindlichkeit für Ramsteinentstehen. Verbindlichkeit ist bei guten Seelen nie ohneDankbarkeit; und Dankbarkeit ist eine Pflicht, die schöne See-len immer reich abtragen. So könnte —
Hosrath. Ich verstehe, was Sie sehr wohl verstehen! —ich reime mancherlei — daß — Dank! Sie retten mich von einemAbgrunde.
Nanning. Der noch sehr fern ist; allein —
Hofrath. Nicht ganz so fern. — Mit hoher Empfindungspricht Ramstein von meiner Frau — mit feinen Entschuldigungensie von Ramstein — er und sie kalt von seiner Heirath. Es sindmehr Wechsel eingelöset, als die von Simoni. — Ich glaubte,Berg habe etwa — Nun hat meine Frau — und woher? —Gott im Himmel!
Nantling. Sobald Ramstein Ihre Schwägerin heirathet —
Hofrath. Bin ich beruhigt! Wenn er aber das nicht thäte?
Nauning. Dann — läßt sich weiter davon reden. (Siesieht nach der Uhr.) Es ist spät. Adieu Lestenfeld!
Hosrath. Vergeben Sie mein Auffahren? (Sr küßt ihreHand.)
Nanniug. Wie — ich sollte Ihnen die Liebe für Ihre Frauvergeben? Nimmermehr! — Adieu! Nun, warum gehenSie nicht?
Hosrath (sieht sie lange an). Es ist gewiß, daß ich nirgend— nirgend am rechten Platze stehe. — Bebauern Sie mich.
(Geht ab.)