Hofrath. Auch habe ich gut verkauft.
Hofräthtn (schmerzlich). Verkauft?
Hofrath. Es war denn doch ein enuvanter Aufenthalt indem Winkel.
Hofräthtn lmtt Feuer). Ach so schien es mir niemals!
Hosrath (kalt). Unbegreiflich! Strohdächer, Gras und Ar»muth gewähren keinen seelenerhebendcn Genuß.
Hofräthtn. Die einfache Natur stärkt die Seele, wie Gründas Auge.
Hofrath. Die Natur ist schön auch außer diesem Gute.
HofrSthin. Dort — genossen wir uns Tage: hier — kaumhalbe Stunden.
Hosrath. Das Geschäftsleben will seinen Mann ganz.
Hofräthtn. Im Geschäft.
Hofrath. Also — Du wirst mir nicht verzeihen, daß ichdas Gut verkauft habe?
Hofräthtn. Ich verliere es ungern — aber mit Trüb-sinn will ich Dich deßhalb nicht quälen, das darf ich Dir ver-sprechen.
Hofrath. Gut, gut. (Etwas verlegen.) Sophie!—Du hastkeine brillantneu Ohrringe; jedermann von Deinem Stande trägtfie. Ich habe ein Paar mit eingehandelt. Hier find sie. Ichwünsche, Du trügest sic heute noch.
Hofräthtn (kalt). Sie sind schön. — Heute noch?
HofraI h. Und warum nicht heute?
Hofräthtn. Weil — — auch das; Du sollst sie heutenoch an mir sehen.
Hosrath. Es ist sonderbar, daß ich eS nicht treffen kann,Dir Freude zu machen.
Hosräthin (mit Warme) War mir je auch nur eine Blumeaus Deiner Hand gleichgültig?