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LtstenselL. Wenn ich bas wiederhole, dabei will ich nichtgezupft seyn. — Ich heiße ein Hagestolz — da« ist aber nichtmeine Schuld. Ich liebte ein guter Weib; gut — wie Sie sind.Sie trägt meinen Ring im Grabe. Dieß — ist ihr Ring. Hätteich ihres Gleichen in der Welt wieder gefunden, so würde ich denRing vom Finger genommen — und ihr angeboten haben. Aberich fand nicht, und mein Ring blieb wo er ist. Wie mein Neffevor fünf Jahren Sie heirathete, zog ich — auf gut Glück — hierbei Ihnen ein. Was sollte ich erwarten? — Eine Modefrau —eine Modehaushaltung. Sie waren aber gut, und es gefiel mirhier. Sie find noch gut — und es gefällt mir nicht mehr.Warum? — Nichte — das lasten Sie uns mit Schweigen über-gehen. Genug — ich habe keinen Widerwillen, gegen wen esauch sey.
Hosräthin. Sie find nicht mehr glücklich bei uns?
Listenfeld. Das Alter wird argwöhnisch — die beste
fremde Pflege dünkt doch Almosen. Ich werde wahrscheinlichsehr alt werben — Da ich nun nicht viel fordre — sollte ichdenn nicht ein Geschöpf finden, das auf meinen guten Willenetwas hielte? Wie? — Sie schweigen? — Handle ich thö-richt? —
Hosräthin. Ihr Verlust wird mir sehr schmerzhaft seyn.
Listenfeld. (Pause. Dann tritt er zu ihr.) Nicht wahr, ichsoll meinen Ring nur mit ins Grab nehmen?
Hosräthin. Würde Ihnen denn meine Pflege verdäch-tig seyn?
Lesteufcld. Nein! — Aber ersparen Sie mir ein Ge-ständniß. (Er geht einen Augenblick bei Seite.) Ich muß meine Em-pfindung anders lenken. — Man sey so alt man wolle, an etwasmuß unser Herz hängen. — Ihre Schwester hat noch nicht ge-