Druckschrift 
7 (1859) Frauenstand Die Höhen
Entstehung
Seite
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Werner. Alles herrlich und wohl. Ich wäre längst gekommen.Sind aber die Tage gut, so will die Feldarbeit gefördert sehn;bei schlechtem Wetter ist aufzurechnen, und Haus und Keller nach-zusehen

Hofrät hin. Und wer das so gewissenhaft thut, wie unserguter Werner, dem bekommt dann Abends das Ruheplätzchen amOfen wohl. Setze Er Sich zu uns, guter Alter.

Ersten seid (gibt ihm einen Stuhl).

Werner cfttzt sich). Ja, seit Madam ins Haus gekommen find,hat alles ein ander Ansehen. Wissen Sie schon, Herr Listenfeld,daß Madam die Stallfütternng bei uns eingeführt haben?

Lrstrnfeld (verwundert). Nein.

Hofräthi». Wie geht es damit?

Werner. Gar zu gut. Alles macht uns das jetzt nach.

Lestcnfrld. Und das haben Sie so in der Stille ausgefllhrt?

Werner. Was? Um zwei tausend Thaler haben die FrauHofräthin das Gut gebessert.

Kesten seid. Wie ist das möglich?

Hofräthin (Mt rusch ein). Wie ist es, hat der Fischteich sichgehalten?

Werner. Frau Hofräthin, auf jeden Zug einen Hecht.

Hofräthin. Das wird meinem guten Fritz Freude machen.

Listenfeld. Das Kind hat einen leidenschaftlichen Hangzum Fischen.

Hofräthin. Ich habe ihm ein Fischnetz stricken muffen; erdenkt und spricht von nichts anderm.

Werner. Wann kommen Sie denn nun für diesen Sommerzusammen hinaus?

Hofräthin (fröhlich). Künftige Woche, hoffe ich.

Lcstenseld (zu Wern«r). Sie ist ganz Leben und Feuer,wenn sie von ihrem Gute spricht.