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Lcrg. Warte Er noch. (Er steht die Sachen obenhln an.)Das alles hast du schon erpedirt?
Hosrath. Die vorige Nacht.
Lcrg. Geh Er nur.
Friedrich (geht ab).
Lcrg. Du bist ein herrlicher Kopf, ein trefflicher Arbeiter.Talent, Welt, Suada, Figur! Alle Menschen könntest du über-flügeln, wenn diese tolle Jugendwärme sich abkühlen wollte.Aber Herzlichkeit verdrängt die Vernunst, Du arbeitest Dich zuTode, und alles, was Du davon hast — ist ein Lob, das DirDeine Frau an der Spindel eriheilt. Kein Mensch weiß, daß Dulebst, sähe man Dich nicht Sonntags nach der Kirche auf der Pro-menade den Frllhut Deines Kindes tragen.
Hosrath. Seit geraumer Zeit habe ich doch für das Aeußeremanches, mit großen Kosten sogar, gethan.
Lcrg. Alles ist umsonst gethan, so lange der Papa Deinbrillantester Titel ist. Lebe mit der Welt wie sie lebt, höre denWächter nicht blasen, die Reveille nicht schlagen, Champagner«Muth throne ans Deiner Stirne, arbeite leicht, mache die MenschenDir anpaffend, mache sie fremd in ihren eigenen Zimmern. Sieh— die Welt, die uns heben oder stürzen kann, ist träge oder bos-haft — beide weichen nur der Gewalt; also wollen wir sie be-herrschen oder bekriegen.
Hosrath. Bei einer gewissen Klaffe mag es angehen,allein —
Lcrg. Klaffe — Klaffen! Für den Mann von Kopfgibt es nur Menschen und keine Klassen. Das habe ichdir schon vor sechs Jahren gepredigt; jetzt predigen es ganzeVölker.
Hosrath. Ich soll die Aufmerksamkeit der Großen reizen —
Lcrg. Halt! Reizen — nicht beschäftigen. Kennen