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Kalh. Ja, ich habe vernommen, daß der Herr Präsidentsich plötzlich -
Präsident (im Lesen). Ich habe mich vor kurzem mit Fräu-lein von Lehning verlobt I
Lapjts n (in freudigem Erstaunen). Mit der wackern Lehning?
Kat!) (zum Präsidenten). Meinen besten Glückwunsch.
Kapitän. Mit der Lehning? (Er umarmt den Präsidenten).Ei so segne Euch Gott alle beide, Ihr guten Menschen. (In hefti.ger Rührung zum Rath Krall.) Das ist brav, das ist herzlich brav!die Tochter meines besten Freundes — nun da kommt er ja aber-mals in eine nahe Alliance mit allen Leuten, die weder Protection,Aufwand, noch Avancement verleihen können — aber einen ehr-lichen Handschlag zu Schutz und Trutz, auf Leben und Tod!(Zum Präsidenten.) Lassen Sie einen Augenblick das Papier weg.Ich meine es besser, und die Handschrift auf meinem Gesicht istauch klarer, als die Kanzlei-Dsfiläs in dem Dinge da. (Er um-armt ihn). Gott segne Euch, Kinder!
Präsident. Dank, Biedermann! (Zum Rath Krall.) Ichhabe gelesen. Das ist eine Klatscherei und keine Anklage. Wassoll ich damit machen, mein Freund?
Uath. Seine Excellenz erwarten eine Beantwortung.
Präsident (blickt hinein). Unziemliche Beeinträchtigungendes hochwiirdigen Domkapitels —
Kapitän. Aha! Herr von Wellar — Hirsche et Com-pagnie —
Präsident. Verschwendung der landesherrlichen Einkünfte— zweckwidrige Verwendung milder Stiftungen — Einseitigkeitder Verfügungen — offenbare Parteilichkeit — Verbreitung ruhe-störender Grundsätze — Einfluß des Sekretärs Steck. — Dießalles ist nichts. Ein Punkt bezieht sich auf einen Brief, den ich