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ihre Privilegien die Zahl der Meister bestimmen. Da diesevollzählig ist, mußten Sic die Schneider bei ihren Rechtenschützen.
Präsident. Freilich wohl. — Das sagte ich ihr auch.Jndeß — wenn es möglich wäre —
Sekretär. Freund I durch manche Neuerung haben Sieveraltetes Herkommen heilsam unter die Füße getreten. Daßman Sie deßhalb anfeindet, mag seyn. Aber wenn Sie dieGesetze verletzen wollten —
Präsident. Sie setzt alles darauf, daß ihr Wille erfülltwerde!
Sekretär. Ich setze alles darauf, daß Sie gerecht bleiben.Wollen Sie das? — Geben Sie mir Ihr Wort!
Präsident (nach einer Pause, entschlossen). — Ja! — Ichgebe es!
Sekretär. Gut! — Wissen Sie, daß man sagt, der
Minister von Lorau werde hier ankommen?
Präsident. So? — Nein, ich weiß es nicht.
Sekretär. Ich halte es für möglich, daß er bloß um
Ihretwillen herkommt.
Präsident. Um meinetwillen?
Sekretär. Wäre es Wunder, wenn nach allem Ge-
schwätz der Leute über Sie, er endlich Ihrer Verwaltung selbstNachsehen wollte? Sie wollen mir nicht glauben, daß das
Publikum —
Präsident. Ach — dieß Lied kenne ich. — Ich will fürdas Publikum arbeiten, aber für mich l e ben! (Er geht einigelebhafte Schritte.) Wollen Sie frühstücken, lieber Steck?
Sekretär (unmuthig). Nein!
Präsident. Wie Sie wollen. Aber ich — will heiter seyn.(Er fahrt mit der Hand über die Stirne.) In der That.