Franz (lebhaft). Geht mich nichts an.
Lanis. Daß Ihr Herr der Frau Präsidentin die Courmacht, daß er, da er kein großes Vermögen hat, sich nicht soute-niren kann, wenn sie ihn nicht heirathet. —
Franz. Davon — gerade davon will ich gar nichtswissen.
Lonis. Herr Franz —
Franz. Das ewige Prahlen mit Eurem Reichthum I —Mein Herr hat durch sein Betragen und seine Schriften sich Ehreerworben, hatte wenig, aber er hungerte nicht, war geliebt undfroh, was er hier bei Euch nicht ist, (h-sttg) der Churfürst hat ihndaher berufen, er hat sich nicht aufgedrungen. Ob die hiesige Herr-lichkeit bleikt — oder aufhört — das weiß ich nicht; aber daß erin jedem Fall leben kann, ohne an fremden Reichthum als Hals-eigner sich hinzugeben, das weiß ich!
Lonis. Sapperment, das war stark!
Franz. Es wird einem ja täglich und stündlich nahe genuggelegt.
Louis. Kurz und gut, wenn Ihres Herrn Allertreuester,der Haus- und Herzensfreund, sein Herr Sekretär Steck, dasMeerwunder, das der Herr Präsident aus der Fremde mit dahergebracht hat —
Franz. Dieser eine Freund ist mehr Werth als-
mm spreche Er nur weiter!
Lonis. Wenn der heute Abend hier mitspeiseu soll: sowird die Frau Präsidentin nicht bei Ihres Herrn Isäte erscheinen.S i e will dem Herrn Präsidenten nichts davon sagen, also sollenSie cs mit guter Art veranlassen, das läßt sie Ihnen durch michwissen, nun thun Sie was Ihnen gut dünkt. (Geht.)