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So sprach auf der Westphälischcn Friedensversammlung derGesandte des fast verarmten Braunschweigischen Hauses mit solchemMuthe für dessen Rechte, baß der Gesandte einer großen Machtihn trotzig fragte: wo denn die Armee sey, mit der er dieseSprache unterstützen könne? Unser Recht und euer Ehrgefühl istmeine Macht, antwortete der Biedermann, sprach kühn bis zumEnde, und rettete noch manches.
Ihr Wandel und ihr Unglück seh das Fürwort, das dieProtektion der großen Mächte ihnen verschaffe. Diese bescheidenenSeelen macht auch die entschiedenste Härte des Schicksals nicht zu-dringlich ihr Recht suchen, und zur Jntrigue ist dieser Stamm zugerade und mannhaft.
Sollen diese guten Menschen nicht mehr sortwirken in dengesegneten Thälern, auf den freundlichen Höhen, wo das Auge vonDarmstadt über Durlach an die fernen Gebirge des SchwarzwaldesHinsehen konnte — so reiche ein würdiger Bischof den Krummstabio die Hand des ehrwürdigen Hausvaters, daß die Seinen fort-wirken, und in der Brust ihrer Unterthanen die Urkunde zurück-laffen sür ihren Werth.
Die Rechte, wofür Kanonen donnern, bedürfen eines mäßigenRedners — aber solche verlassene Rechte bedürfen eines Mannes,der im Geiste eines Hutten die Gemüther entflamme, daß Rechtund Wahrheit nach gemeinem Begriff ihnen wieder heilig wer-den, und ehrwürdig der, welcher vor den Augen von Deutschlandsie vertritt I
Wohl kenne ich manchen, der das vermag — aber welcherwird es wollen?
Wohl wird auf dem nächsten Friedenstage der Wortführer,welcher den andern am meisten übersehen und in Nachtheil gesetzthat — ein großer Staatsmann genannt werden. Aber der,