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Gbrist. Ich Hab- gelesen — durch diesen g-chört. Sie findein vortrefflicher Mann — ein Ehrenmann — aber ein armer,armer Manul
Rothenburg (ruhig). Sind Sie überzeugt?
AbrIst. Daß ich auch zu der großen Reihe derer gehöre, dieSie marterten — das — greift mir ans Herz.
Rothenburg. O wie sehr machen Sie den einigen Augen-blick wieder gut — (Er reicht ihm seine Umarmung dar).
Gbrist (entschlossen). Noch nicht — noch nicht— Sie müsse»erst Genngthuung haben.
Louise. Bedarf es einer andern als der Thräne in IhremAuge?
G b r! st (mit gutmuthiger Heftigkeit). Ja, mein Kindl ja! ersannsich vergeben, aber der Rechtschaffenheit kann er nichts vergeben.
Lieutenant. Ja, mein Rater l da« reden Sie aus meinerSeele.
Rothenburg (bewegt). Meine Freunde I — Meine theuernFreunde I
Gbrist. Ja wohl, thener erkauft! mit Ehre und Gesundheit— zu thener erkauft l — Gott I welch ein Mann I — Wie habenSie mich heute ansreden lasten können I Wie haben Sie mir nichtvon der Seite weg den Degen au» der Scheide gerissen, und denKerl, Ihren Schwager, niedergestoßen I Sehen Sie, Herrl dasbegriff ich nicht. Da regte sich die Ehre, das Blut wallte auf,und der Soldat fuhr zu.
Rothenburg. Der Held für die Tugend, wie für dasVaterland.
Gbrist. So viel an der Menschheit zn thun. das Elend soaufzvkaufen, wie Sie gethan haben — Gott! wissen Sie dennnicht, daß die wenigsten nur Almosen ertragen können? Wohl-thaten machen sie gar zu unfern Herrn.