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9 (1860) Der Vormund [u.a.] Bewußtsein
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auf das, was Du meiner Erfahrung einräumen würdest. Durchdiese Louise glaubte ich

Gräfin (die ihn oft unterbrechen wollte). Durch mich solltenSie erfahren, daß Bösewichter Mischen Vater und Sohn traten,dem Vater Mißtrauen, dem Sobn Empfindlichkeit einstößten, undso zwei der besten Menschen entfernten. Vater, ich kenne dießHerz; Sir finden keinen wärmern Freund als ihn. Ich sahihn über Ihren Kummer weinen; ich sah ihn bei jeder Gefahrzittern, die Ihrer Gesundheit drohte. Nie Hab' ich edler den Aus-druck kindlicher Liebe gesehen, als wenn wir auf einem einsamenSpaziergang Ihrer gedachten, und er mit dem Tone der Sehnsuchtsprach:Gott erhalte mir meinen VaterI"

Ceheimerath, O hör' ans, Louise! hör' auf, ich bitteDich I (Er wirst sich voll Wehmuth auf einen Stuhl,) Das konntemein Sohn seyn; aber er ist es nicht.

Larou. Bei dem Andenken meiner theuren, unvergeßlichenMutter! wenn Gott mich glücklich machen will, so erhalte ermir Ihre Tage! O wie ist der ärmste Bauer so viel glücklicherals ich! Reichthum und Rang entfernten mich von meinemVater, nöthigten mir diese unedle Versicherung ab, verbittern da-Glück meines Herzens, schieden mich so oft von der Natur, werdenmich nicht den Mann eines guten Weibes, nicht den glücklichenVater meiner Kinder, den Freund meiner Freunde seyn lassen!

Ceheimerath (mit Würde), Wir find geboren, starkeEntsagungen und große Aufopferungen zu machen. Herrschaftüber uns ist Adel, und in diesem Adel liegt Recht zur Herr-schaft über andre.

Cr äs in. Wenn nun Ihr Sohn gern treu und mühsamfür die Arbeiten wird, die einst in ihm den Vater wieder finden;