bei, dafs das Cerium mit einer heftigen, fast einer Explo-sion nahe kommenden Entwickelung von Wärme reducirt,und eine graue Masse erhalten werde, die eine Legirungvon Cerium mit Kalium ist, die in Wasser Wässerstoffgasentwickelt, während sich das Kalium aufjöst und das Ce-rium als ein graues Metallpulver zurückläfst. Getrocknetund erhitzt verbrennt es mit Lebhaftigkeit zu Ceroxyd;von Wasser wird es nur schwer oxydirt, aber selbst vonschwachen Säuren, z. B. Essig, mit Entwickelung vonWässerstoffgas aufgelöst. Es bleibt demnach auszumittelnübrig, was die von Yauquelin erhaltenen sublimirtenMetallkugeln gewesen sind.
Ceroxyde.
Das Cerium hat zwei bekannte Oxydationsstufen: Oxy-dul und Oxyd, aJ Ceroxydul erhält man, wenn Cerit(welcher, nach Hisingers Versuchen, aus 68>6 T. Ceroxy-dul, 18 T. Kieselsäure, 1|T. Kalkerde, 2 T. Eisenoxyd und91 T. Wasser besteht) mit Königswasser übergossen und ge-kocht wird. Die erhaltene Auflösung wird zur Trockne ab-gedampft und gelinde erhitzt, worauf die Masse auf’s Neuein Wasser aufgelöst und mit benzoesaurem Ammoniak nie-dergeschlagen wird. Das Abgeschiedene ist benzoesauresEisenoxyd. Die rückständige Auflösung wird mit kausti-schem Ammoniak niedergeschlagen und der Niederschlag,welcher ein Gemenge von Oxydul und Oxyd ist, wirdin Chlorwasserstoffsäure aufgelöst, abgedampft und in einerRetorte geglüht, so lange er nach Chlor riecht. Das rück-ständige Salz wird in Wasser aufgelöst und mit kausti-scnem Kali niedergeschlagen. Der auf diese Weise erhal-tene Niederschlag ist das Hydrat des Oxyduls, welchesbeim Zutritt der Luft schnell gelb zu werden anfängt.Man kann das Oxydul nicht in trockner oder wasserfreierGestalt erhalten. Versucht man in Destillationsgefäfsenkohlensaures Ceroxydul zu glühen, so erhält man einengelben Rückstand, welcher Kohlensäure enihält, gebildetauf Kosten eines Theiles Kohlensäure. Auch wenn dasOxyd in Wasserstoffgas geglüht wird, erhält man densel-ben