auf seiner höchsten Oxydationsstufe eine Säure bildet.Gleichwohl liegt eine Tendenz dazu offenbar in der gan-zen elektropositiven Metallreihe. Mit einer gewissen Por-tion Sauerstoff behält das Metall noch seine elektroposi-tive Natur, mit einer vermehrten Menge wird jene ver-mindert, hört aber nicht auf; eine noch gröfsere Mengezerstört dieselbe, und noch mehr darüber kehrt sie ganzum, d. h. in den niedrigsten Oxydationsgraden, worindas Radikal vorherrscht, werden die elektrischen Bezie-hungen des Oxyds von denen des Radikals bestimmt, undin den höchsten, worin der Sauerstoff die Oberhand hat,werden sie von denen des Sauerstoffs bestimmt. DieAlkali bildenden Metalle bleiben dabei stehen, dafs ihreelektropositiven Beziehungen im Superoxyde zerstört sind;aber es wäre nicht unmöglich, dafs man künftig nochhöhere und elektronegative Oxyde dieser Metalle entdeckte.Bei anderen Metallen, z. B. bei dem Uran und dem Eisen,ist das erste Oxyd eine starke Salzbasis, und die zweiteauf einmal eine schwache, und spielt gegen die stärkereBasis die Rolle einer schwachen Säure; und endlich En-den wir beim Kobalt und Mangan ein Superoxyd, wel-ches ein elektrischer Leiter mit bestimmten elektronegati-ven Beziehungen ist, ähnlich denen der elektronegativenMetalle, und die nächste Oxydationsstufe darüber ist eineSäure, gleichsam als wäre das Superoxyd ihr Radikal ge-wesen.
S c li w c f e 1 m a n g a n.
Bergman versuchte vergebens, Mangan mit Schwe-fel zusammenzuschmelzen. Mangan scheint also mit Zinkund Eisen die gemeinschaftliche Eigenschaft zu haben, erstbei einer so hohen Temperatur mit Schwefel verbundenwerden zu können, dafs dieser vorher verflüchtigt wird.In der Natur kommt es bisweilen als ein schwarzes, dich-tes, hellglänzendes Fossil, Manganglanz genannt, vor, wel-ches, gerieben, ein grünes Pulver giebt. Künstlich wirdSchwefelmangan auf dem trockenen Wege erhalten, wenn