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Eisen.
die Kohle zurück und kann gewogen werden. Das Chlor-gas mufs über geschmolzenes Chlorcalcium streichen, be-vor es zum Eisen kommt, weil, wenn es Feuchtigkeitenthält, sich Kohlenstoff auf Kosten derselben oxydirt undsich Chlorwasserstoffsäure bildet. Eine andere, vielleichtleichtere Methode, Roheisen und Stahl zu analysiren, istfolgende: Man schmilzt Chlorsilber zu einem Kuchen undlegt diesen in ein Gefäfs mit Wasser, worauf man das zurAnalyse bestimmte Stück Eisen auf das Chlorsilber legtund das Gefäfs wohl verschliefst, damit die Luft ausge-schlossen werde. Wird das Wasser mit einigen TropfenChlorwasserstoffsäure versetzt, so geht die Operation etwasrascher. Das Eisen verbindet sich dabei mit dem Chlorim Silbersalze, welches zu metallischem Silber reducirtwird und löst sich auf; der Gehalt des Eisens an Kohlen-stoff und Graphit bleibt auf dem reducirten Silberkuchen,von welchem es mit der gröfsten Leichtigkeit abgeschie-den werden kann, liegen. Ist das Stück Eisen dick, soerfordert die Operation einige Zeit, wenn es vollständigzerlegt werden soll. 1 Th. reines Eisen erfordert zurAuflösung 5-f Th. geschmolzenes Chlorsilber; aber manmufs immer etwas mehr von letzterem nehmen *).
Stahl ist ein weniger kohlehaltiges Eisen als Rohei-sen und verbindet mit der Geschmeidigkeit des reinerenEisens die Härte und leichtere Schmelzbarkeit des Rohei-sens. Man kennt zur Rereitung des Stahls mehrere Metho-den , und danach giebt es mehrere verschiedene Sorten vonStahl; alle aber bezwecken, das reinere Eisen mit einergewissen Menge Kohlenstoff zu verbinden. Taucht maneine eiserne Stange einige Augenblicke in flüssiges Rohei-sen, so nimmt sie aus dem Roheisen Kohlenstoff auf undwird in Stahl verwandelt. Schmilzt man Roheisen einegewisse Zeit unter einer Redeckung von Schlacke, so ver-brennt
# ) Ich habe mich mit Vortheil dieser Methode zur UntersuchungTon unreinem Zinn und unreinem Zink bedient, von welchen,während der Auflösung des reinen Metalls, Legirungen mit frem-den Metallen oft in Form kleiner Krystalle abfallen.