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2,1 (1826)
Entstehung
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Eisen.

zusammen, die einen glasigen Bruch hat. Sie enthaltenimmer zugleich eine Portion Wasser, das bei dem Glü-hen zuerst entweicht. Schlägt man Eisenoxyd aus einemOxydsalze mit im Ueberschufs zugesetztem kaustischenAmmoniak nieder, wäscht den Niederschlag wohl, trock-net und erhitzt ihn in einem Platintiegel bis zum anfan-genden Glühen, so entweichen zuerst Wasser und Ammo-niak, und darauf, wenn die Temperatur des Oxyds vondunkeier Rotbglühhitze zum vollen Glühen überzugehenanfängt, so tritt bei dem Oxyd dieselbe Art von Feuer-erscheinung ein, welche ich schon bei der Zirkonerde unddem Chromoxydul angeführt habe. — Wird das Eisen ineiner gröfseren Quantität Wassers allmählich oxydirt, so bil-det es um sich einen hellpomeranzengelben, leichten Nie-derschlag, welcher Eisenoxydhydrat ist und 14,7 Pro-cent Wasser enthält. Das Eisenoxyd enthält darin 2 Malso viel Sauerstoff als das Wasser. Dieses Hydrat kommtbisweilen in der Natur vor und bildet ein strahlig-kry-stallinisches Eisenerz von dunkelbrauner Farbe, welchesvon deutschen Mineralogen Brauneisenstein genannt wird.Seine Oberfläche ist öfters glänzend, glasig und beinaheschwarz. Der trockene, dunkelgelbe Rost, welcher sichin feuchter Luft an der Oberfläche des Eisens bildet, istoft von gleicher Beschaffenheit, aber nicht selten enthälter zugleich kohlensaures Eisenoxydul. Die sogenanntenSumpferze oder Ocher, sind, wie ich angeführt habe, ähn-liche Hydrate; aber sie enthalten nicht selten eine drei-fache Verbindung von Eisenoxyd, Kieselsäure und Was-ser, die außerdem mit Thon, Kalk, Sand und anderenfremden Stoffen mechanisch gemengt sind. Man kann die-selbe Verbindung künstlich darstellen, wenn man eine Le-girung von Eisen und Kiesel sich in Wasser zu Rost ver-wandeln läfst, wobei man einen gelben, aus Eisenoxyd,Kieselsäure und Wasser zusammengesetzten, Ocher be-kommt. Das natürliche krystallisirte Eisenoxyd ist sohart, dafs es am Stahle Funken giebt; man schleift undpolirt es, um dann damit Gold und Silber zu poliren,und selbst das gebrannte, rothe Oxyd wird, feingeriebenund geschlämmt, als Polirpulver angewandt. Zu diesem