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Eisen.
es leichtflüssiger als reines Eisen wird, aber seine Geschmei-digkeit dabei verliert. Die Kalkerde und die erdigen Fos-silien, welche die Gangart des Eisenerzes bilden, schmel-zen zu einem unklaren Glase, Schlacke genannt, die demfliefsenden Eisen zum Boden des Ofens folgt, wo beidein zwei Schichten sich sammeln, von welchen die Schlackedie obere bildet und das unterliegende geschmolzene Eisengegen die Einwirkung der Luft schützt. Die Schlackebringt dabei Verbindungen hervor, welche denjenigen,die man im Mineralreich findet, in solchem Grade ähn-lich sind, dafs man sich nicht der Muthmafsung enthaltenkann, dafs eine solche Bildung durch Schmelzen der Pro-ducte des Mineralreichs statt gehabt hätte. Die Verbin-dungen, welche in der Hohofenschlacke am gewöhnlich-sten k,rystallisirt Vorkommen, sind, nach MitscherlichsVersuchen, Bisilicate *) von Kalkerde und Talkerde, bis-weilen mit einer Spur von Bisilicat des Eisenoxyduls, undwelche ganz die Krystallisation des Pyroxens annehmen.Je besser und vollständiger die Reduction im Hohofenvor sich geht, desto weniger eisenhaltig wird die Schlacke,und es ist wahrscheinlich, dafs, mit der Zeit, wenn dieNatur der Schlacken besser studirt wird, es mehr als bis-her vom Hüttenmeister abhängt, durch Veränderung derBeschickung, auf eine bestimmte und sichere Art das vor-theilhafteste Resultat der Operation hervorzubringen. DieSchlacke sammelt sich in weit größerer Menge als dasreducirte Eisen an, und mufs deswegen von Zeit zu Zeitdurch eine Oeffnung abgelassen werden. Wenn das ge-schmolzene Eisen seinen bestimmten Platz am Boden desOfens füllt, wird der Sand weggenominen, der Heerd ge-öffnet und das Eisen in eigene im Sande gebildete For-men herausgelassen, wo es erstarrt und Molden oder Gänsebildet. Es wird nun Gufs- oder Roheisen genannt.
Das Roheisen ist nun ein Gemenge reducirter Stoffe,deren Hauptmasse ein mit verschiedenen Mengen Kohlen-
*) Unter Bisilicat verstehe ich ein kieselsaures Salz, worin derSauerstoff der Kieselsäure 2 Mal so grofs als in der Basis ist.