Druckschrift 
2,1 (1826)
Entstehung
Seite
319
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Trennung von Arsenik. 319

gelöst, worauf salpetersaures Eisenoxyd zugesetzt, und dieAuflösung nachher mit kaustischem Ammoniak gesättigtwird, welches man in kleinen Portionen zusetzt. Manerhält dabei erst einen weifsen und dann einen rothbrau-nen Niederschlag. Das erste ist arseniksaures Eisenoxyd,und letzteres Eisenoxyd oder wenigstens basisches arsenik-saures Eisenoxyd. Sollte, statt des rothen, ein grüner Nie-derschlag nach dem weifsen erhalten werden, so schlägtsich arseniksaures Nickel nieder, und dann mufs mehrvon dem Eisensalze zugesetzt werden. Nachdem das meistedes Eisenoxyds niedergeschlagen ist, wird die letzte Por-tion durch Kochen der Flüssigkeit als basisch salpetersau-res Eisenoxyd abgeschieden. Diese Methode ist im We-sentlichen von Berthier vorgeschrieben, d) Das gerö-stete und stark durchglühete Erz wird in Salpetersäureaufgelöst, worauf die Auflösung mit Alkali neutralisirtwird, bis sich ein Niederschlag zu zeigen anfängt. Eswird dann eine Auflösung von essigsaurem Bleioxyd, solange sich etwas niederschlägt, zugetropft, wobei basischesarseniksaures Bleioxyd und arseniksaures Eisenoxyd zu-sammen gefällt werden, während dafs die Auflösung vonfreier Essigsäure, welche diese Salze nicht aufgelöst zuhalten vermag, sauer wird. Aus der niedergeschlagenenAuflösung wird der Ueberschufs von Bleioxyd durch einenStrom von Schwefelwasserstoffgas abgeschieden. Hierbeiist zu bemerken, dafs das salpetersaure Bleioxyd statt desessigsauren nicht angewandt werden kann, weil der ganzeGehalt von Arseniksäure aus der durch freie Salpetersäuresauren Auflösung nicht niedergeschlagen wird, eJ Manreibt das ungeröstete Erz zum groben Pulver, und legt esin einen kleinen Destillationsapparat, durch welchen einStrom von Chlorgas langsam geleitet wird. Wenn dasPulver sehr gelinde erhitzt wird, so bilden sich Chlorar-senik und Chlorschwefel, wenn sich beide darin befan-den. Diese destilliren über, während arsenikfreie Ver-bindungen von Chlor mit Nickel, Eisen, Kobalt u. a. inder Retorte Zurückbleiben und in Wasser aufgelöst wer-den können. Diese letztere Methode ist bei den analyti-