Cadmiumoxyd. 301
kann mit Leichtigkeit gefeilt und zerschnitten werden, undfärbt wie Blei ab. Es ist härter als Zinn und hat mehrZusammenhang, d. h. es trägt ein gröfseres Gewicht alsdieses, ohne zu brechen. Beim Biegen giebt es einen Lautwie Zinn. Es ist sehr geschmeidig, kann zu Drath gezo-gen und mit Leichtigkeit zu den dünnsten Blättern ausge-hämmert werden, ohne an den Kanten zu reifsen, aberdurch lange fortgesetztes Hämmern erhält es doch kleineRisse. Als ein Zeichen seiner Reinheit giebt Herapathan, dafs es mit einer Schneidezange abgebissen werdenkann, ohne dafs der mittlere Theil abbricht, welchesletztere einen Zinkgehalt anzeigt. Sein eigenth. Gewichtist bei -j-16,5°, S»G04 in geschmolzenem, und 8>6944 ingehämmertem Zustande.
Es ist sehr leichtflüssig und fliefst viel früher als esglüht. Bei einer Temperatur, die den Siedepunkt desQuecksilbers wenig zu übersteigen scheint, geräth es in’sKochen und destillirt in Tropfen über. Die Dämpfe desMetalls haben keinen eigenthümlichen Geruch.
In der Luft bleibt es wie Zinn unverändert und er-hält erst nach längerer Zeit einen graulichen, halb metal-lischen Ueberzug. Wird es in der freien Luft erhitzt, soentzündet es sich leicht und brennt mit einem braungel-ben Rauch, während es auf umliegende Körper einengelben Beschlag absetzt. Dieser Rauch hat keinen eigen-thümlichen Geruch.
Es gehört zu den Metallen, die mit Entwickelungvon Wasserstoffgas in Säuren aufgelöst werden; jedochnur von stärkeren Säuren und mit Beihülfe der Wärme.Von Salpetersäure wird es mit Leichtigkeit und ohne Zu-tritt von Wärme aufgelöst. Die Auflösungen sind farblos.Sie werden von chromsaurem Kali, nach HerapathsAngabe, nicht getrübt; und wenn sie dadurch gefällt wer-den, so zeigt es Gegenwart von Zink oder Blei an.
Cadraiumoxyd.
Man kennt vom Cadmium nicht mehr als ein Oxyd.Dieses wird durch Verbrennen von Cadmium und da-