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Sclnvefelblei. Phosphorblei.
des Schwefelwasserstoffgases aüsgesetzt, so entstehen Ver-bindungen von Blei mit mehr Schwefel, welche jedochnoch nicht näher untersucht worden sind. Wird ein Blei-salz mit einer Auflösung von Hepar gemischt, so entstehtim ersten Augenblick ein schön blutrother Niederschlag,welcher sich aber bald in der Flüssigkeit von selbst zer-setzt und schwarz wird. Dieser rollte Niederschlag isteine Verbindung von Blei mit mehr Schwefel, welcherUeberschufs sich bald abscheidet, unter Bildung von Schwe-felblei im Minimum, dessen Farbe dann vorherrschendwird. 100 Th. Blei nehmen im Minimum 15,53 Th. Schwe-fel auf, und das Schwefelblei besteht also aus Blei 86,55,und Schwefel 13,45.
Phosphor verbindet sich im Schmelzen nur langsammit dem Blei, und wird bei der Glühhitze gröfstenlheilsverflüchtigt. Mischt man eine Auflösung von Phosphor inAlkohol oder Aether zu einer Bleiauflösung, so wird Phos-phorblei niedergeschlagen. Dieses geschieht ebenfalls, wennPhosphorwasserstoffgas in ein Bleisalz geleitet wird; aberdie Verbindung ist so lose, dafs der gröfste Theil desPhosphors abdestillirt, ehe die Masse schmilzt. Die ge-schmolzene Verbindung ist etwas weifser als Blei, kannmit dem Messer geschnitten werden, geht aber unter demHammer entzwei und behält sehr wenig Phosphor.
Mit Kohlenstoff verbindet sich Blei im Augenblickder Reduction sehr leicht. Mischt man feingeriebenesBleioxyd mit Kohlenpulver und glüht das Gemenge ineinem bedeckteh Tiegel, so erhält man ein schwarzes,umgeschmolzenes Pulver, welches Kohlenblei ist. Erhitztman es in einem offenen Tiegel, so entzündet es sich undglimmt, wobei die Kohle verbrennt und das Blei in einerMenge kleiner Metallkugeln sich abscheidet. Wenn Cyan-blei in verschlossenen Gefäfsen erhitzt wird, so erhält manauch Kohlenblei, indem Stickstoffgas entbunden wird. DieRückstände nach der trocknen Destillation von pflanzen-sauren Bleisalzen, sind auch Kohlenblei, welches zuweilenpyrophorisch ist. — Man kennt keine Verbindung vonBlei mit Wasserstoff.