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2,1 (1826)
Entstehung
Seite
289
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Bleioxyd. 289

überlassen, aus dieser Auflösung als weiße, halbdurch-sichtige, regelmäßige Dodecaeder krystallisirte, die imGlühen nicht verändert wurden und also kein Wasserenlhielten. Es fand sich bei der Prüfung, daß diese Kry-stalle reines Bleioxyd waren. Nach Guyton Morveau'sVersuchen ist Bleioxyd in reinem Wasser auflösliih, aberin solchem Wasser unauflöslich, das auch nur eine ge-ringe Spur von Salz enthält. Gießt man destillirtes Was-ser in ein Gefäß von Blei und läßt es einige Zeit stehen,so wird das Blei angegriffen, und das Wasser reagirtschwach alkalisch auf geröthetes Lackmuspapier. MitSchwefelwassersloffgas wird es braun, und es trübt sh hvon Schwefelsäure. Quellwasser hingegen, welches Salzeenthält, löst kein Blei auf. Das Bleioxyd schmilzt beistarkem Glühen und giebt eine durchsichtige, dunkel-feuerrothe, glasige Masse, die sich leicht in parallelen,etwas biegsamen Lamellen spaltet. Bei einer höherenTemperatur wird ein Theil des Oxyds reducirt und essammelt sich am Boden metallisches Blei. Dieses geschiehtbesonders leicht, wenn das Oxyd bei einer höheren Tem-peratur in Tiegeln von Silber und Platin geschmolzen wird.Ein von Eisen, Kupfer, ein wenig Silber und Kieselsäure,verunreinigtes Bleioxyd, welches man bei dem Ausschmel-zen des Silbers im Großen erhält, kommt unter dem Na-men Glätte (LithargyrumJ im Handel vor. Es ist ent-weder gelb und zusammenhängend, gelbe Glätte, oder eshat eine braungelbe Farbe, und bestcdtt aus einer Mengekleiner, halbdurchsichtiger Schuppen, rothe Glätte. Eszieht Kohlensäure aus der Luft an, und erhält davon, jeälter es wird, desto mehr die Eigenschaft, unter Aufbrau-sen, von Säuren aufgelöst zu werden. Das Bleioxydverbindet sich mit Alkalien und Erden. Bleioxyd mitKali und Natron krysta 11 isirt nicht. H Th. Kali und13 Th. Natron lösen 1 Th. Bleioxyd auf. Die Auflösungist gelblich und giebt durch Abdampfung Krystallschup-pen. Eine Auflösung von kohlensaurem Bleioxyd ist farb-los. Kalkmilch, mit Bleioxyd gekocht, löst eine kleineMenge des Oxyds auf. Man hat sich dieser AullösungII. 19

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