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Blei.
Ist die Oberfläche matt, so erhält sie Glanz, wenn sie,nach Abspülung mit Wasser, mit Leinen gerieben wird.Dieser Ueberzug schützt vor dem oxydirenden Einflüsseder Luft.
Der Nutzen des Zinns in metallischer Form zu meh-reren Hausgeräthen ist allgemein bekannt. (Siehe hierüberdie Legirungen des Bleies mit Zinn.) Seine geringe Auf-löslichkeit in schwachen Säuren macht es zu Schaalen undTellern anwendbar, und man bedient sich dieses Metallsin den Apotheken zu Kochgefäfsen. In metallischer Form,zum Pulver reducirt, bedient man sich desselben in derArzeneikunde als eines Mittels gegen Würmer, und seineVerbindungen mit Chlor sind in der Färberei sehr wichtig.
11. Blei. (Plumbum.)
Das Blei ist, eben so wie Zinn und Kupfer, eins derlängst bekannten Metalle; es wird schon in den BüchernMosis erwähnt. In der Natur kommt es gewöhnlich mitSchwefel verbunden vor, als Bleiglanz, bisweilen alsOxyd, und nicht selten mit Säuren zu Salzen verbunden.
Das Blei wird im Grofsen meistens bei der Ausschei-dung des Silbers aus silberhaltigem Bleiglanz erhalten.An einigen Stellen in England wird Blei aus nicht silber-haltigem Bleiglanz geschmolzen, und dieses Blei ist ge-wöhnlich das reinste. Die Operation hiezu ist ganz ein-fach. In einen Reverberirofen mit niedrigem Gewölbe legtman den durch Waschen gereinigten Bleiglanz und erhitztihn bis zum Glühen. Es verbrennt dabei der Schwefelund ein Theil des Bleies, während der Sauerstoff nichthinreicht, einen andern Theil Blei zu oxydiren’, welchesin der halbgeschmolzenen Masse untersinkt. Man giebteine mäfsige Hitze, bis der gröfste Theil des Schwefelsverbrannt ist, worauf man die Hitze wieder vermehrt,damit die Masse schmelzen und das reducirte Blei herun-tersinken kann. Nun wirft man einige Schaufeln kausti-schen Kalk auf die Oberfläche der geschmolzenen Schlak-kenmasse, wovon sie gesteht und weggeschafft werden