Schwefelzinn.
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auf dem nassen, theils auf dem trocknen Wege. Aufdem nassen Wege wird es erhalten, sowohl wenn dieintermediäre Schwefelungsstufe, wie so eben erwähnt ist,mit Chlorwasserstoffsäure behandelt, oder wenn Zinnoxyd<hydrat in wasserstoffgeschwefeltem Schwefelkalium oderSchwefelammonium aufgelöst und daraus mit Chlorwas-serstoffsäure niedergeschlagen, oder wenn Zinnchloridmit Schwefelwasserstoffgas gefällt wird. Der Niederschlagist schmutziggelb, voluminös, und, wenn die Flüssigkeitnicht viel freie Säure enthält, schwer auszuwaschen. Nachdem Trocknen bildet es harte, dunkelgelbe, im Bruchglasige Stücke, die viel Wasser zurückhalten. Bei derDestillation decrepitiren sie, und geben auf einmal ihrenUeberschufs von Schwefel und ihr Wasser ab, und ver-wandeln sich, wenn die Hitze nicht bis zu starkem Glü-hen geht, zur intermediären Schwefelungsstufe. —
Wenn Schwefelzinn im Maximum auf dem trocknenWege bereitet wird, erhält es den Namen Musiv-Gold,Aurum Musivum oder Mosaicum. Das Musivgold istein Gegenstand der Aufmerksamkeit der Alchemisten ge-wesen, man hat also viel damit gearbeitet. Die gewöhn-liche Vorschrift zu seiner Bereitung ist folgende: 12 Th.
reines Zinn werden mit 6 Th. Quecksilber amalgamirt,und in einem gläsernen Mörser mit 7 Th. Schwefelblu-men und 6 Th. Salmiak zusammen gerieben, worauf dieMasse in einen gläsernen Kolben gelegt wird, welcherim Sandbade langsam erhitzt wird, bis keine weifse, nachSchwefelwasserstoffgas riechende Dämpfe sich mehr zei-gen. Darauf wird die Hitze bis zum dunklen Rothglü-hen verstärkt, wobei Zinnober und Zinnchlorür sich subli-miren. Das Musivgold bleibt am Boden, in Form einergoldglänzenden, schuppigen Masse zurück. Das Queck-silber dient bei dieser Operation dazu, das Zinn leicht-flüssiger zu machen und seine Verbindung mit dem Schwe-fel zu befördern; und die Anwesenheit des Salmiaks hin-dert die hohe Temperatur, welche durch die Schwefe-lung entsteht, und die das Zinn sogleich zum Minimumdes Schwefelgehalts reduciren würde, welches jetzt durch