Zinn.
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vom Wasser weggespült und durch die Bewegung an denKanten abgerundet wurde, ist auch dadurch von den wei-chem metallischen Stoffen geschieden worden, die, leich-ter zu Staub zerrieben, mit dem Wasser weggeführt wor-den sind. Es ist also davon vollkommen frei und giebtdas reinste Zinn durch blofse Reduction mit Holzkohlenin eigenen Oefen, welche den in Schweden, beim Kupfer-prozefs gebräuchlichen, ähnlich sind. Dieses Erz nenntman in England Streamtin, und giebt 65 bis 75 ProcentZinn. — Das aus den Gruben erhaltene Zinnerz mufsdurch Pochen und Waschen von der anhängenden Berg-art befreit, und darauf geröstet werden, um Schwefel,Arsenik und einen Theil Antimon zu entfernen, woraufes in eigenen Oefen mit Steinkohlen reducirt wird. DasZinn, welches man bei der ersten Schmelzung erhält, wirdauf’s Neue in einem Reverberirofen bei gelinder Hitzeder sogenannten Saigerung ausgesetzt. Es schmilzt dabeizuerst das reine Zinn und fliefst von einer schwerflüssige-ren Verbindung von Zinn mit Kupfer, Arsenik, Eisen undAntimon ab. Dieses Ausfliefsende wird in England com-mon grain- tifi genannt. Das Rückständige wird dar-auf niedergeschmolzen und bildet das Blockzinn (ordi-nary-tin). Das sogenannte grain-tin wird meistens inEngland selbst verbraucht, und die unreinen Arten sinddie im Handel gewöhnlichsten. Malacca-Zinn wird füreben so gut wie englisches grain-tin gehalten, aber dasvon Deutschland kommende Zinn ist immer von demsel-ben Gehalt wie das ordinary-tin der Engländer *).
*)' Da das im Handel vorkommende Zinn theils in Folge der Ge-winnung, theils durch Verfälschung ofc mit einer solchen Mengefremder Metalle verunreinigt ist, dafs es dadurch für verschie-dene Zwecke weniger anwendbar wird, so ist es manchmal nütz-lich, das reine vom unreinen unterscheiden zu können, umsomehr, da die Stempel oft falsch sind. Vauquelin giebt fol-gende Merkmale an: Keines Zinn ist silberweifs; zieht es in's
Blaue oder Graue, so enthält es Kupfer, Blei , Eisen oder Anti-mon. Ein Gehalt von Arsenik macht es weilser, aber zugleichhärter. Bei der Biegung des reinen Zinns entsteht ein starker,einzelner Laut, da hingegen bei dem unreinen Zinn der Lautschwach ist und sich schnell wiederholt, woran Einmischungen